Der Bundeswehrhubschrauber, der in der vorigen Woche am Haßfurter Flugplatz verunglückt ist, wurde am heutigen Mittwoch (18. April) für den Transport vorbereitet. Die flugunfähige Maschine sollte in der Nacht auf Donnerstag über die Straße nach Diepholz in Niedersachsen gelangen.

Im dortigen Fliegerhorst der Bundeswehr soll "nochmal eine Schadensfeststellung" stattfinden, wie Andreas Schmidt erklärte, der heute in Haßfurt beim Verladen des Hubschraubers dabei war. Schmidt ist der Stableiter der Wehrtechnischen Dienststelle für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät der Bundeswehr (WTD) 61 in Manching.


Unfall nach Zwischenlandung

Von dort war der Hubschrauber am Montag, 9. April, gestartet und hatte sich mit vierköpfiger Besatzung auf den Weg nach Diepholz gemacht, wo die Maschine gewartet werden sollte. Am Flugplatz in Haßfurt war der Transporthubschrauber des Typs CH-53 planmäßig zwischengelandet, um zu tanken.

Dann ereignete sich ein tragisches Unglück: Der Helikopter geriet zu nah an den Tower heran, so dass die Rotorblätter mit dem Gebäude kollidierten. Der 22 Meter durchmessende Hauptrotor lief dabei noch mit "voller Drehzahl", wie Marcus Baier vom Luftfahrtamt der Bundeswehr erklärte. Er leitete die Ermittlungen am Unfallort. Durch die Kollision wurden Trümmerteile aus dem Tower und dem Rotor herausgerissen und über das Rollfeld geschleudert. Sie trafen einen 60-jährigen Flugplatzmitarbeiter, der dadurch tödlich verletzt wurde.

Wie der Stableiter Andreas Schmidt am gestrigen Mittwoch erläuterte, laufen die bundeswehrinternen Ermittlungen zur Unfallursache über den militärischen Dienstposten "General Flugsicherheit" der Bundeswehr; sie seien noch nicht abgeschlossen. Die strafrechtlichen Ermittlungen übernimmt die Staatsanwaltschaft Bamberg.

Die vierköpfige Besatzung der Unglücksmaschine, die nach dem Unfall psychologisch betreut werden musste, ist nach Auskunft Schmidts wieder in den Dienst zurückgekehrt. An Bord waren ein Pilot, ein Co-Pilot sowie zwei Bordtechniker.