Die seit Jahren laufende Generalsanierung des Schulzentrums in Haßfurt befindet sich auf der Zielgeraden. Diese Aussage traf der Geschäftsführer des Zweckverbandes Schulzentrum Haßfurt, Horst Hofmann, bei der Verbandsversammlung. Dabei wurde der Haushalt 2021 verabschiedet.

Zuständigkeiten

Den Zweckverband bilden der Landkreis Haßberge und die Stadt Haßfurt. Grund-, Mittel- und Realschule sowie das Gymnasium sind unter dem Dach des Schulzentrums vereint.

Horst Hofmann kündigte an, dass der Zweckverband nun die Neugestaltung der Außenanlagen in mehreren Schritten in den Jahren 2021 bis 2024 umsetzen wolle. Außerdem stünden noch Gebäudeerweiterungen und Erneuerungsarbeiten an mit dem Schwerpunkt Sporthalle.

Architektin Eva Mangold, die Leiterin des Hochbauamts des Landkreises, ging auf die Planungen ein. Zu den Projekten gehört die Sanierung der Dreifachturnhalle. Der Nutzungsschwerpunkt bleibe der Schulsport, sagte Mangold. Vorgesehen sind ein größeres Foyer und eine Anbindung an die benachbarte Schwimmhalle. Die Dreifachturnhalle soll bei Veranstaltungen Platz für 200 Zuschauer bieten. Ziel sind auch größere Umkleiden. Auf dem Dach will man eine Photovoltaikanlage errichten. Die Gesamtkosten bezifferte die Architektin auf 7,9 Millionen Euro. Im Herbst 2021 soll die Sanierung beginnen.

Für die Mittelschule

Bei der Albrecht-Dürer-Mittelschule geht es vor allem um die Verbesserung des sommerlichen Wärmeschutzes mit Dämmung der Fassade, festmontiertem Sonnenschutz sowie Abkühlung durch zeitgesteuerte Motoren an den Oberlichtern und um den Neubau des Eingangsbereiches. Außerdem soll das ehemalige Hausmeisterhaus für Zwecke der Schule (Klassenräume und Gruppenräume) umgebaut werden mit Anpassung der Elektroinstallation und Heizung sowie dem Einbau von WC-Anlagen. Die Kosten liegen bei 911 292 Euro.

In der Vorplanung ist der Umbau der Grundschule mit Anbau von Klassen- und Gruppenräumen. Die geschätzten Kosten belaufen sich derzeit auf rund 1 290 000 Euro. Beginn soll Ende 2021 und die Fertigstellung Anfang 2023 sein.

Weitere Maßnahmen sind die Sanierung des Parkplatzes am Tricastiner Platz und die Neugestaltung der Außenanlagen. Der Geschäftsführer Horst Hofmann erinnerte daran, dass die Außenanlagen aus der Entstehungszeit des Hauptgebäudes aus den Jahren 1977/78 stammen und sich der Außenbereich im Laufe der über 40 Jahre wesentlich verändert habe. Im Zuge der seit 2011 laufenden Neubau- und Sanierungsarbeiten seien alle Flächen in der Umgebung des Schulhauses in Mitleidenschaft gezogen worden.

Die Außenflächen müssten quasi ausnahmslos wiederhergestellt werden. "Wir sind uns dessen bewusst, dass damit eine Langzeitplanung bis mindestens zur Mitte dieses Jahrzehnts verfolgt wird."

1000-Bäume-Programm

Der Gartenbau-Kreisfachberater Guntram Ulsamer erläuterte die Planung. Aufgrund der Klimaerwärmung sei es ein Herzensanliegen, beim Aufenthalt im Freien für Schatten zu sorgen, sagte er. Deswegen sollen die Außenflächen mit Bäumen bepflanzt werden im Rahmen des 1000-Bäume-Programms des Landkreises. Landrat Wilhelm Schneider (CSU) gab die neue Kostenschätzung mit 2,5 Millionen Euro an. Ursprünglich (vor zehn Jahren) waren Kosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro angedacht gewesen.

Der Zweckverband beschloss die Grobplanung. Noch 2021 soll mit dem Bauabschnitt "Südhof" begonnen werden.

Außerdem beschloss das Gremium den Aufbau einer Lager-Systemhalle im Bereich des Betriebshofes mit Kosten von rund 50 000 Euro. Die Halle mit einer Grundfläche von 144 Quadratmetern soll Lagerflächen für das Schulzentrum bieten.

Beraten und verabschiedet wurde der Haushalt des Zweckverbandes Schulzentrum Haßfurt. " Der Etat 2021 hat ein Gesamtvolumen von knapp zehn Millionen Euro. Etwa die Hälfte fließt in Investitionen.

Die Verschuldung konnte, wie mitgeteilt wurde, von 9,9 Millionen Euro (im Jahr 2012) auf nunmehr 1,9 Millionen zurückgeführt werden. "Wenn wir so weiterverfahren würden, wären wir im Jahr 2023 schuldenfrei. Aber das wird ja nicht so kommen, weil wir weiter investieren müssen, allen voran in die Sanierung der Dreifachturnhalle und die weiteren Planungen in den Schulen", betonte Geschäftsführer Horst Hofmann.

"Vernünftiges Niveau"

Landrat Wilhelm Schneider meinte, "dass wir trotz hoher Investitionen auf einem vernünftigen Niveau der Verschuldung stehen. Wir haben noch etliche Investitionen vor uns, wo wir uns um eine hohe Förderung bemühen wollen, aber auch selbst noch einen entsprechenden Eigenanteil tragen müssen."