Mit einem fetzigen Tanz der Mädchentanzgruppe unter Leitung von Luisa Lehrieder wurde der Abend eröffnet. "Ja, wir ham gelebt" meinte Lieselotte Helbig. In ihrem Vortrag erinnerte sie an die Beschaulichkeit und Schönheit früherer Zeiten.

Als Zwiebelfrau pries Maria Dietz die Vorteile der Zwiebel. Anschließend wartete Lieselotte Helbig als Mann auf ein Stelldichein und ließ die Besucher im Glauben, dass auf die Geliebte gewartet wird. Als die Straßenbahn kam, hatte das Warten ein Ende.

"Wir suchen einen Mann, aber schön muss er sein!" sang die Frauengruppe. Sie hatten ihre schönsten Kleider angezogen, um die Männerwelt zu beeindrucken, stellten aber auch klar, wie der Mann ihrer Träume aussehen sollte: "Schön wie Rusin muss er sein!" Rusin heißt der Ebelsbacher Pfarrer. Die Leute von der Müllabfuhr (Martin Wasser, Lukas Wasser und Vanessa Zehendner) begeisterten mit ihrem Rap "Manamana".


Ministranten plaudern aus dem Nähkästchen



Von den Geschehnissen in der Sakristei sang der Kirchenchor, und die Ministranten setzten dies szenisch um. Nach dem Auftritt wussten die Besucher, dass nicht nur Weihrauchduft durch die Sakristei zieht, sondern manchmal auch dicke Luft herrscht.

"So ist halt das Leben" meinte Edith Karl und erzählte aus ihrem Eheleben. Mit "Viagra flüssig" reibe sie die Beine ihres Mannes ein, damit er beim Geschirrspülen länger stehen könne. Zudem habe sie ihr Erspartes in Schnaps angelegt, da erhalte sie stolze 40 Prozent.

Die drei Kirchenbesucherinnen Rosl (Martin Wasser), Gretl (Ewald Moser) und Hannerl (Georg Engel) gaben als Kirchenrechner, Kirchenpfleger und "Außenminister für das Kirchengrundstück" einen Einblick in das Ebelsbacher Gottesdienstleben.

Das Eröffnungslied musste ohne Organist gesungen werden, da dieser wieder einmal zu spät kam. An der eingestellten Höhe des Mikrofons könne man schon vor dem Gottesdienst erkennen, wer denn komme. Wenn es nämlich niedrig ist, "da könnt der Diakon Keim kumm!"

Das Dorfgeschehen glossierte Herta Dietz. Mit Witz und Humor nahm sie Ereignisse des letzten Jahres aufs Korn. Nach vier Stunden klang ein Faschingsabend aus, bei dem die Wogen der guten Laune und Stimmung hoch schlugen.