Immer zum Halbjahr wird die Aula der Fachakademie für Sozialpädagogik (Faks) in Haßfurt zum Theater, denn die Abschlussklassen präsentieren die Ergebnisse aus den Fächern Theaterpädagogik und Sprecherziehung. "Mary Poppins", "Das Dschungelbuch" und Poetry Slam kamen diesmal auf die Bühne. Für interessierte Eltern oder Freunde der angehenden Erzieherinnen und Erzieher findet am heutigen Donnerstag, 22. Februar, um 19 Uhr nochmals eine Aufführung in der Faks in Haßfurt statt.

Theaterpädagogik und Sprecherziehung sind für Erzieher durchaus wichtige Fächer, sei es beim Theaterspiel mit den Kindern oder bei anderen Präsentationen, etwa beim Elternabend oder bei der Gestaltung von Sommerfesten oder Kindergottesdiensten. Bei der Erarbeitung der Stücke zur "Abschlussprüfung" geht es außerdem fächerübergreifend auch um Elemente der Leseförderung oder der Medienreflexion, denn die Studierenden mussten sich zunächst intensiv mit den Originaltexten auseinandersetzen, dann wesentliche Szenen auswählen - und dann wurden die Texte teilweise noch für die Gegenwart adaptiert, denn nicht jeder versteht heute noch Formulierungen älterer Literatur. So spielten auch die Fächer Literatur- und Medienpädagogik in die Theaterprojekte ein.

Bestens vorbereitet wurden die Abschlussklassen F2A und F2B von ihrer Theater-Lehrkraft Ulrike Goth, Michael Weisel, der Sprecherziehung unterrichtet, und von Musiklehrer Peter Friese. Schließlich gehörten auch Lieder wie "Chim Chim Cheree" oder der Zungenbrecher "Supercalifragilisticexipialigetisch" zur Aufführung von "Mary Poppins" und das "Dschungelbuch" geht natürlich nicht ohne "Versuchs's mal mit Gemütlichkeit" und "Ich wär so gern wie du".

Große gestalterische Begabung bewiesen die Studierenden auch bei den Kostümen und vor allem bei den Masken für das "Dschungelbuch". Besonders faszinierend war der Effekt bei Schlange Ka, wenn Darstellerin Laura die Augen schloss und die Bemalung ihrer Lider wirken konnte.

Gespannt verfolgten die Studierenden der ersten Faks-Klassen die Darbietungen und spendeten begeisterten Beifall. Auch die Poetry-Slam-Vorträge gelangen. Die Sprecherziehung zielt darauf ab, Stimmvolumen zu entfalten, aber auch Texte stimmungsvoll vortragen zu können. Dazu konnten Texte verschiedener Autoren gewählt werden oder auch Selbstverfasstes. Dafür entschied sich Kevin, der mit "Hey Dad, ich bin's, Kevin" nicht nur einen beeindruckenden Text sehr intensiv vortrug, sondern auch einen tiefen Blick in sein Seelenleben zuließ. Für Poesie, Theater und Musik gab es reichlich Applaus - auch von den Lehrkräften.