Der dazu notwendige Holzeinschlag beginnt bereits am 1. Februar, ehe die Vegetationsperiode einsetzt, weswegen es zu zeitweisen Sperren kommt. Die Bauarbeiten selbst starten im August. So lange muss Rücksicht auf den Wiesenknopf-Ameisenbläuling am Straßenrand genommen werden.

Der Ausbau der ramponierten und unübersichtlichen Kreisstraße von Ebern in Richtung Gleusdorf/Losbergsgereuth, bei dem eine Kuppe um 2,20 Meter abgesenkt wird, erfolgt ab August bestandsnah, erklärte Alfons Schanz, der Leiter der Tiefbauverwaltung am Landratsamt im Bauausschuss am Mittwochabend. "Wir bleiben auf der alten Trassen, weil wir keine Rennbahn auf der Gefällstrecke auf die Stadt zu schaffen wollen." So solle auch die Tempo-70-Regelung bleiben. Für den Wunsch von Zweiten Bürgermeister Harald Pascher (FDP) gar auf 50 km/h zu beschränken, zeigte Schanz zwar Verständnis, aber keine Hoffnung auf Umsetzbarkeit. "Das macht die Verkehrsbehörde nicht mit."

Verbessert werden - neben der Fahrbahn - die Sichtschneisen wie auch die Böschungswinkel und damit der Regenwasserabfluss. "Dazu müssen wir Ihren schönen, jungen Stadtwald anknabbern", bedauerte Schanz, weswegen Bauausschuss und Forstverwaltung frühere Pläne noch abgelehnt hatten. So sollte die gefährliche Kuppe auch schon um 4,50 Meter abgetragen werden.

Jetzt erhält die Stadt für die 1250 Quadratmeter, die sie an Waldfläche abgeben muss, Ersatzgrundstücke auf der gegenüberliegenden Straßenseite, da sich die Straßenverwaltung des Landkreises mit sämtlichen Grundeigentümern einigte. Schanz: "Jetzt fehlt eigentlich nur noch die Zustimmung der Stadt."

Der Flächenersatz war auch ein Grund für das Umdenken im Amt für Landwirtschaft und Forst, wie Jürgen Hahn erklärte. "Beim früheren Entwurf wären die Eingriffe massiver gewesen. Jetzt sind die Flächenverluste und Rodungen begründet und daher zu genehmigen. Nun ist es eine überschaubare Fläche, auch wenn ich sie im Juli noch anders beraten habe, ist das keine Doppelzüngigkeit."

Die Straßenarbeiten, die eine Vollsperrung notwendig machen, dürften rund vier Monate dauern.