KLEMENS AlbertLohr Schauübung, Ehrungen und die Segnung einer neuen Spritze, das waren die Eckpunkte des Programms des Gemeindefeuerwehrtags der Gemeinde Pfarrweisach am Wochenende in Lohr.

Bei einer Feier im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst sprach Pfarrvikar Marc Odah die kirchlichen Segensgebete über die neue Tragkraft-Spritze vor. Am Platz vor dem Gotteshaus war diese aufgebaut, umgeben von liebevoll instandgehaltenen historischen Spritzen, die der FFW Lohr in den letzten mehr als 100 Jahren Dienst getan hatten. Kommandant Günther Heusinger zeigte sich erfreut und dankbar darüber, dass seine Wehr eine solche bekommen habe - die jetzt außer Dienst gesetzte sei 1965 beschafft worden. Er verband damit den Wunsch, sie möglichst oft für Übungen, aber möglichst selten für schwere Brandereignisse einsetzen zu dürfen.

Bürgermeister Ralf Nowak stellte dar, dass Feuerwehr eine Pflichtaufgabe der Gemeinde sei. Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung erforderten auch entsprechende technische Ausstattung. So sei diese neue Pumpe kein Luxus, sondern ihre Beschaffung eine Notwendigkeit.
Am Samstag demonstrierten die sechs Feuerwehren der Gemeinde Pfarrweisach bei einer Schauübung ihre Einsatzbereitschaft, unterstützt von den Nachbarwehren aus Burgpreppach und Leuzendorf. Zwei B-Förderstrecken ab der Baunach waren aufzubauen mit Wasserabgabe am Sportplatz hinter dem Feuerwehrgerätehaus. Hier musste Brandbekämpfung demonstriert werden und aus dem Gebäude waren mit Atemschutzunterstützung zwei Personen zu retten.

Aus einem Einsatzwagen heraus informierte per Lautsprecher der ehemalige Kreisbrandinspektor (KBI) Rudi Lübke die zahlreichen interessierten Zuschauer darüber, was da gerade abläuft. Nach der Übung lobten KBI Thomas Habermann und KBM Ralf Morgenroth die Übungsbereitschaft der insgesamt acht Einsatzgruppen. Sie zeigten sich zufrieden mit dem Übungsablauf, wiesen aber auch darauf hin, dass Üben für die Feuerwehren enorm wichtig sei.


Ehrenkreuz verliehen

In einer Feierstunde in der alten Schule begrüßte Günther Heusinger, der Kommandant der heimischen Feuerwehr, Mitglieder der Feuerwehrdienstaufsicht und eine Reihe zu ehrender Feuerwehrmänner. An diese händigte KBR Ralf Dressel zusammen mit Landrat Wilhelm Schneider Urkunden und das Ehrenkreuz aus. Bürgermeister Ralf Nowak ergänzte ein Präsent der Gemeinde.
In seinem Grußwort hatte er auf den Leistungsstand der Wehren verwiesen, der infolge einer fortschreitenden Ausbildung der Dienstleistenden und einer fortlaufenden Modernisierung der Geräteausstattung recht hoch sei. Die Feuerwehrmänner hätten über viele Jahre freiwillig ehrenamtlich Dienst geleistet.

Landrat Wilhelm Schneider betonte, dass er stolz sei auf die Feuerwehren im Landkreis Haßberge, stünden sie doch für gelebten Gemeinsinn und symbolisierten Gemeinschaft, Nächstenliebe und Solidarität. Die 23 Feuerwehrleute aus der Gemeinde Pfarrweisach, die er mit dem Feuerwehr-Ehrenabzeichen des bayerischen Innenministerium auszeichnen dürfe, hätten sich im aktiven Feuerwehrdienst in hohem Maße für das Gemeinwohl verdient gemacht. "Sie, liebe Feuerwehrleute, sind echte Vorbilder" würdigte der Landrat deren Verdienste. Dies verdiene Respekt, und dafür sei die staatliche Würdigung mit dem Ehrenabzeichen gedacht. Die sechs Feuerwehren in der Gemeinde mit insgesamt 117 Aktiven (darunter 23 Frauen) stellten eine zuverlässige Säule im Brand- und Katastrophenschutz dar.

40 Jahre Elmar Heusinger, FFW Lohr, Willi Günther und Norbert Schmidt, Lichtenstein, Josef Kneuer, Kraisdorf, Horst März, Helmut Weitz und Kurt Schleicher, Junkersdorf, Roman Lehmann, Rabelsdorf, Adolf Mildenberger und Karl Jakob Pfarrweisach.
25 Jahre Andreas Böck, Harald Lurz, Dirk Martin, Uwe Köhler, Mario Rexhäuser, Joachim Miener, Carsten Martin, Erich Hubert, Michael Schott, Andreas Dietz, Stefan Hermanns, Reiner Mönch und Mirco Schneider