Für die Brandruine Schloss Ebelsbach wurde immer noch kein Käufer gefunden. Was sagen Bürgermeister Ziegler und Landrat Schneider zur Situation?Freilich hätte Bürgermeister Walter Ziegler gerne etwas anderes verkündet. Das Schloss Ebelsbach? "Da müssen wir uns noch ein wenig in Geduld üben", sagte das Gemeindeoberhaupt dem Fränkischen Tag. Das im Jahr 2009 abgebrannte Schloss ist eines der größten Sorgenkinder der Gemeinde, es steht mitten im Dorf und zerfällt nach und nach.
Vor drei Jahren sah es erstmals fast schon so aus, als würde es aufwärts gehen mit dem Gebäudekomplex: Der Würzburger Nachtragsliquidator David Herzog war damit betraut worden, einen Käufer für die Immobilie zu finden. Der Haken: Wer das Schloss haben will, muss über 300 000 Euro berappen, um zunächst bestehende Verbindlichkeiten und Rechnungen wie etwa für die Notsicherung zu begleichen. Zusätzlich muss der Käufer ein Investitionskonzept in Höhe von mindestens zwölf Millionen Euro vorlegen, um das Schlossareal nachhaltig und langfristig wieder einem Nutzen zuzuführen. Damit dürfte die Zahl der Interessenten nicht besonders hoch ausfallen. In den vergangenen Jahren waren laut David Herzog Verkaufsverhandlungen schon recht weit vorangeschritten, jedoch wurde offenbar nichts Konkretes daraus.
Auch der Schlossverein "Phoenix Ebelsbach" hatte Interesse an dem Schloss bekundet, wollte es durch viel Eigenleistung nach und nach wieder aufbauen. Jedoch kann der Verein die aufgerufenen Summen freilich nicht stemmen.


Schlossverein? Nein!

"Der Nachtragsliquidator bemüht sich weiterhin darum, Schloss Ebelsbach zu verkaufen", erklärte Landrat Wilhelm Schneider auf Anfrage. "Schloss Ebelsbach ist Mittelpunkt der Gemeinde und prägt Ebelsbach, deswegen wäre es natürlich wünschenswert, wenn so schnell wie möglich ein finanzkräftiger Käufer und Investor gefunden wird und der Verfall des Baudenkmals gestoppt wird", erklärte er. Über die Ambitionen des Schlossvereins sagte der Landrat: "Ein Verein als Eigentümer, wie der Schlossverein Phoenix, wird dies nicht umsetzen und finanzieren können. Die Investitionskosten und Unterhaltskosten sind einfach zu hoch." Auch müssten dann erst die Voraussetzungen geschaffen werden, damit der Schlossverein überhaupt tätig werden könne. "Das heißt: Jemand müsste das Schloss-Areal käuflich erwerben und dann an den Verein verpachten. "
Der Landkreis könne das Schloss auch nicht retten, weil die Kreiskommune Pflichtaufgaben (wie Krankenhäuser, Schulen usw.) zu erfüllen habe. "Dem Landkreis fehlen schlichtweg die nötigen finanziellen Mittel." al