Persönlich bekam er noch keine Auszeichnung, ist bei der alljährlichen Sportlerehrung von Eltmann und seiner Stadtteile aber Stammgast. Denn ohne Günther Preissner, seit 19 Jahren Fußballabteilungsleiter bei der Sportgemeinschaft (SG), hätte es viele Auszeichnungen vermutlich nicht gegeben.

Gleich vier von ihm (mit)betreuten Mannschaften gratulierte Stadtoberhaupt Michael Ziegler und dritter Bürgermeister Peter Klein im Klenzesaal der Stadthalle für ihre Erfolge im vergangenen Jahr. Während der 2. Mannschaft als Meister der A-Klasse der Aufstieg in die Kreisklasse gelang, spielten auch die U9-Junioren eine überragende Rolle in ihrer Liga. Zudem hat die 1. Mannschaft das Hallenturnier um den Ludwig-Vogt-Pokal der Schiedsrichtergruppe gewonnen und die A-Jugendlichen wurde Vize-Kreismeister.

Michael Ziegler und Peter Klein lobten natürlich alle Sportlerinnen und Sportler für ihre im abgelaufenen Jahr erzielten Leistungen auf Kreis-, Bezirks-, Landes-, Bundes oder sogar Weltebene. Bei den Fußballern ebenso wie bei den Judokas, den Volleyballern, den Keglern oder den Schwimmern. Sport sei für Eltmann und seine Stadtteile "absolut wichtig". Deshalb werde es auch weiterhin Unterstützung geben. "Ihr seid spitze, ihr seid klasse, die ganze Stadt ist stolz auf euch", lobte Ziegler die Anwesenden, die "beste Werbung für die Stadt" betreiben.

1988 als Jugendtrainer begonnen

Zurück zu Günther Preissner. Warum investiert er eigentlich soviel Zeit für und in die Sportgemeinschaft? "Fußball ist wie eine Droge", lacht der 49-Jährige, der seine Premiere 1988 als Jugendtrainer der damaligen D-Junioren begann, von 1993 bis 1995 als stellvertretender Abteilungsleiter aktiv war und danach ganz an die Spitze kam. Seit 1999 ist der leidenschaftliche Bayern-Fan, der als Außenverkäufer im ganzen Freistaat im Einsatz ist, zudem Jugendleiter aller Altersklassen und natürlich Spielleiter der 1. Mannschaft. "In den ersten Jahren waren wir eine richtige Fahrstuhlmannschaft", erinnert sich Preissner und nahm sich deshalb vor, "daran etwas zu ändern. Du kannst nur überleben, wenn du auf die Jugend setzt oder viel Geld hast. Also Geld haben wir keins, so ist ein Jugendkonzept entstanden, dass auch nachhaltig sein soll", betont er sein tägliches Engagement. Die Jugendarbeit bedeute ihm "sehr, sehr viel. Die Jugend ist unser größter Schatz, mehr als viel Geld, weil du mit einer nachhaltigen guten Jugendarbeit auf Dauer immer bestehen wirst", betont er und fügt hinzu: "Da bin ich schon stolz, dass wir Kreisliga und Kreisklasse mit eigenen Leuten spielen von denen die Hälfte gerade einmal 19 Jahre alt sind."

Eine Entwicklung bedauert Günther Preissner zutiefst: "Es ist mittlerweile sehr schwierig geworden, neue Leute zu motivieren", weist er auf die immer mehr abnehmende Bereitschaft hin, sich bei einem Verein zu engagieren. Arbeitszeiten am Wochenende, viele Studenten, Arbeitsplätze nicht im Umland nennt er einige Stichpunkte, die seiner Meinung nach ursächlich für diese negative Entwicklung sind. "Hierfür habe ich leider auch keine Patentlösung, wie du neue gewinnen kannst", zeigt er sich ratlos.

Die geehrten Eltmanner Sportler

Einzelsportler; Kegeln: Yvonne Neundörfer (Behinderten-Meisterschaften: 1. Platz Unterfränkische Meisterschaft, 3. Platz Bayerische Meisterschaft), Robert Neundörfer (Sportkegeln Klasse Senioren A: 2. Platz Unterfränkische Meisterschaft, 3. Platz Bayerische Meisterschaft). Schwimmen: Maria Wirth (Bayerische Jahrgangsmeisterschaften in Würzburg: 1. Platz 100 Meter Brust, 1. Platz 50 Meter Brust, 3. Platz 200 Meter Brust, 3. Platz 50 Meter Schmetterling, Teilnahme Deutsche Jahrgangsmeisterschaft in Berlin). Judo (viele Titel beim Ranglistenturnier in Rodewisch, beim Pokalturnier in Schmalkalden und erste Plätze bei unterfränkischen sowie bayerischen und nordbayerischen Wettbewerben): Emily Naumann, Rebecca Frank, Luisa Bauer, Annalena Bauer, Alison Bauer, Jenny Worm, David Riedl, Konstantin Naumann, Moritz Naumann, Yannik Reuß, Jasin Sahraoui und Gabi Nürnberger (2. Platz Senioren Deutsche Einzelmeisterschaft Petersberg und 2. Platz Europameisterschaft in Prag).

Mannschaften
; Fußball: 1. Mannschaft (Sieger Hallenturnier der Schiedsrichtergruppe Haßberge um den Ludwig Vogt Cup); 2. Mannschaft (Meister A - Klasse 3 - Aufstieg in die Kreisklasse 3); U19 (2. Platz Hallenkreismeisterschaften Spielkreis); U9 (Sieger BFV-Kreispokal Kreis Schweinfurt, Sieger BFV-Sparkassen Cup Kreis Schweinfurt, Sieger Mini-WM in Coburg). Judo: Anica Hoyer, Julia Weinig, Annemarie Endres, Larissa Spenkuch, Janine Grafen, Rebecca Frank, Michel Elena, Ronja Roos, Rita Riedl, Franziska Freudenberger, Sarah Riedl, Anna Uri, Anna Riedl, Annalena Bauer und Sabine Greiner (2. Platz Landesliga), Jasin Sahraoui, Thomas Friedrich, Sebastian Dappert, Dominik Neumayer, Johannes Frey, Lukas Bauer, Stefan Stark, (2. Platz Bezirksliga M), Anna Scheffner, Julia Weinig, Pia Brenneisen, Larissa Spenkuch, Nicole Graf, Rebecca Heidingsfelder, Rebecca Frank, Elena Michel, Ronja Roos, Rita Riedl, Franziska Freudenberger, Sarah Riedl, Jacqueline Pfister, Petra Hartlaub, Anna Riedl, Annalena Bauer, Regine Hübner, Sabine Ruppert, Anika Kirschner, Iris Oppelt, Gabi Nürnberger, Janine Grafen, Jessica Weininger, Andrea Bock (7. Platz Bundesliga). Kegeln: 2. Herrenmannschaft (1. Platz Vereinsklasse B des Kegelvereins Haßberge). Volleyball: 1. Herrenmannschaft (Meister 3. Bundesliga und Aufstieg in die 2. Bundesliga, Nordbayerischer Pokalsieger, 2. Platz im Bayerischen Pokalfinale); 2. Herrenmannschaft (Aufstieg in die Regionalliga, Unterfränkischer Pokalsieger); Senioren Ü35 (Kreismeister, Unterfränkischer Meister, Nordbayerischer Meister, Bayerischer Meister); Senioren Ü41 (Kreismeister, Unterfränkischer Meister, 3. Platz Nordbayerische Meisterschaft); Senioren Ü47 (Kreismeister, Unterfränkischer Meister, 2. Platz Nordbayerische Meisterschaft); Senioren Ü53 (Unterfränkischer Meister, Nordbayerischer Meister); U20 männlich (Kreismeister, Unterfränkischer Vizemeister); U13 männlich (3. Platz Kreismeisterschaft, 4. Platz Unterfränkische Meisterschaft).