"Zusammenhalt fördern, Integration stärken", mit diesem Titel ist nicht nur das Sonderprogramm des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration überschrieben, sondern so lautet die aktuelle Ausstellung im Kunsthaus in Haßfurt. Das Mehrgenerationenhaus in Haßfurt, unter der Trägerschaft des Bayerischen Roten Kreuzes, gibt mit einer professionellen Fotoausstellung mit Bildern des Fotografen René Ruprecht Antwort auf die Frage nach Zusammenhalt und Integration.

Bei all den fotografisch festgehaltenen Projektbausteinen des Fotografen René Ruprecht steht eines im Mittelpunkt: Menschen, in deren Gesichtern Glück und Dankbarkeit zu erkennen ist. Dementsprechend gab es im Kunsthaus zur Eröffnung der Ausstellung auch ein dichtes Gedränge mit freiwillig Engagierten und Menschen mit einer Fluchtgeschichte, darunter ein großer Teil der abgelichteten Models und den Ehrengästen.

Haßfurts Bürgermeister Günther Werner zeigte sich stolz auf die Arbeit, die Tag für Tag im Mehrgenerationenhaus in Haßfurt für das Gemeinwohl und für die gelebte Integration der im Landkreis Haßberge lebenden Flüchtlinge und ihren Familien geleistet werde. Dieses ehrenamtliche Engagement könne man laut Bürgermeister hervorragend durch die entstandene Fotodokumentation darstellen.

Landrat Wilhelm Schneider, Vorsitzender des Bayerischen Roten Kreuzes des Kreisverbandes Haßberge, sehe den Landkreis bei der Integration bereits auf einem sehr guten Weg. "Mit unserem Konzept der dezentralen Unterbringung in kleineren Wohnungen statt in großen Gemeinschaftsunterkünften haben wir eine gute Grundlage geschaffen, damit die Integration gelingen kann", sagte der Landkreischef, der auf weitere Bausteine, wie die Berufsintegrationsklassen an der Heinrich-Thein-Berufsschule Haßfurt einging.

Auch das Mehrgenerationenhaus (MGH) in Haßfurt habe mit seinem niedrigschwelligen Zugang und den vielfältigen Integrationsmaßnahmen im Sonderprogramm einen wesentlichen Beitrag geleistet. Schneider dankte dem MGH-Team, dem es gelungen sei, nicht nur zu helfen, sondern Menschen mit Fluchtgeschichte dafür zu begeistern, sich mit ihren Talenten einzubringen und somit ihre eigene Integration voranzutreiben. Schneiders Dank galt neben all den freiwillig Engagierten und dem MGH-Team dem Fotografen René Ruprecht, der die Integrationsbemühungen in beeindruckender Weise festgehalten habe, Sibylle Kneuer, die als Kulturwissenschaftlerin die Fotodokumentation mit einer Broschüre konzeptionell begleitet hat und Carolin Ulrich, in deren Händen die Printgestaltung für das Begleitheft liegen.

Landtagsabgeordneter Steffen Vogel dankte in seinen Grußworten dem MGH-Team. Mit großem Engagement habe man die Weichen zur Integration geleistet und vor Ort umgesetzt.

Grüße von Staatsministerin Emilia Müller und Staatssekretär Johannes Hintersberger überbrachte Ministerialrat Dr. Andreas Frank. "In einer Zeit der Ungewissheiten braucht unsere Gesellschaft Vertrauen und Zusammenhalt", sagte der Ministerialrat. Das Fundament hierfür sei das Miteinander der Generationen, das gemeinschaftliche Handeln von jüngeren und älteren Menschen. Dafür würde das Mehrgenerationenhaus in Haßfurt ein großartiges und wichtiges Zeichen setzen.

In seiner Laudatio dankte und gratulierte Dr. Frank allen Initiatoren und Beteiligten der Fotodokumentation im Sonderprogramm "Zusammenhalt fördern, Integration stärken" zu einer Gemeinschaftsleistung, die für alle die generationenübergreifende Solidarität in diesem Projekt in besonders gelungener Weise öffentlich sichtbar und erlebbar mache.

Ein besonderer Dank des Ministerialrats galt Gudrun Greger, deren Professionalität, Kreativität und Innovationskraft man im Sozialministerium schätze. Bei Gudrun Greger und ihrem Team sei das Geld des Sozialministeriums aus dem Sonderprogramm bestens angelegt, versicherte Dr. Frank.

Fotografien könnten dokumentieren, informieren und berühren. Dies sei für den Gast aus München Grund genug, der Öffentlichkeit mit der Kraft der Bilder und mit einordnenden Worten in einer Ausstellung vom Projekt "Zusammenhalt fördern, Integration stärken" facettenreich und mit Empathie zu erzählen. Die Ausstellung ist in den nächsten drei Wochen täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.