Die US-Filmkomödie "Nachts im Museum" war so erfolgreich, dass sie zwei Fortsetzungen erfahren hat. Auch die Stadt Ebern setzt auf ein Dacapo und will die Museumsbesucher in der Nacht anlocken:Die "Eberner Museumsnacht" geht im Frühherbst in die zweite Runde.
Termin wird der Samstag, 8. September sein, wie ein Sechserteam um Helen Zwinkmann beschlossen hat. Die Touristfachkraft der Stadt wird zum zweiten Mal die Fäden bei der Veranstaltung ziehen und hofft, an den Erfolg aus dem Jahr 2015 anknüpfen zu können. Der Termin am letzten Wochenende der Sommerferien hatte sich nach Ansicht der Teilnehmer der ersten Besprechung bewährt. Tags darauf, am 9. September, findet der "Tag des offenen Denkmals" statt.


Ebern in umgewohntem Licht

Anders als im Kino-Hit mit seinen Slapstickeinlagen wird sich die Aktion bei dieser "2. Eberner Museumsnacht" nicht auf die Museumsmauern beschränken und gewiss werden auch keine Exponate zu wandern beginnen, Saurierskelette zum Leben erwachen oder sich historische Helden zu unhistorischen Ruhmestaten aufschwingen. In Ebern soll alles zwar zu ungewohnten Öffnungszeiten stattfinden, sonst aber eher auf die ruhigen und stimmungsvollen Eindrücke bauen.

Programmdetails sollen erst im Mai feststehen. Bislang gebe es nur Vorüberlegungen, berichtet Stefan Andritschke vom Bürgerverein. So komme die Eröffnung einer neuen Ausstellung infrage und ein Bürgerpodium für Auftritte verschiedenster Art sei im Gespräch. Dazu gibt es wohl wieder Fotos von Alt-Ebern zu sehen und die Stadtpfarrkirche wird den Besuchern in ungewohntem Licht präsentiert.


Beim Bürgerverein geboren

Mit der Museumsnacht knüpft die Stadt an eine Initiative des Bürgervereins an. Viele waren damals als Helfer, noch mehr als Gäste auf den Beinen, als Ingo Hafenecker, der Vorsitzende des Bürgervereins, an der Uhr drehte, und das Heimatmuseum zu nachtschlafender Zeit fürs Publikum aufschloss. Wegen des Aufwands für das Rahmenprogramm und um den besonderen Reiz zu wahren, zeichnete sich damals schon ab, dass solch ein Ereignis nicht alle Jahre stattfinden könnte.

Vor drei Jahren hatte sich dann Helen Zwinkmann der Sache angenommen. Das Konzept wurde auf weitere Stationen ausgeweitet und der Aufwand auf mehr Schultern verteilt. Die damals bewährten Lichtinstallationen, Musik, kreative Programmpunkte und Essens- und Getränkeangebote sollen auch diesmal nicht fehlen. Doch in dieser Hinsicht sind noch viele Details zu klären, wie Stefan Andritschke sagt, der mit der Gestaltung der Plakate und Flyer beauftragt wurde.

Neben dem Heimatmuseum sollen das Garnisonsmuseum und die Räume der Künstlergruppe "Kasa Nova" im Bereich der alten Kaserne, die katholische Pfarrkirche und - sofern möglich - die Xaver-Mayr-Galerie einbezogen werden. "Jede Einrichtung hat grundsätzlich von 17 bis 23 Uhr geöffnet", hält Tourist-Fachkraft Zwinkmann im Protokoll zu dem Vorbereitungstreffen fest. Allein der Grauturm wird nur bis 20 Uhr zum Aufstieg ins Türmerzimmer laden - aus Sicherheitsgründen .
Kinder bis 16 Jahre sollen bei der Museumsnacht freien Eintritt haben und für den Weg von der Innenstadt zu den Schauplätzen in der Alten Kaserne und wieder zurück wollen die Organisatoren einen Shuttle-Dienst organisieren.