Die DLRG in Ebern sehnt den Neubau des Hallenbads herbei und zählt beinahe jede Stunde, seit sie unter Notbedingungen arbeiten und trainieren muss. "Mittlerweile sind zwei Jahre und vier Monate vergangen, da Ebern ohne Hallenbad dasteht", sagte Vorsitzender Rudi Rath bei der Jahresversammlung der Lebensrettungsgesellschaft. Das Bad sei die "wichtigste Sportstätte in unserer Stadt" und der Verlust habe tief gehende Probleme bei den Schwimmvereinen und bei den Schulen hervorgerufen.

Rath vertritt die Interessen der Vereine in der "Arbeitsgruppe Hallenbad". "So wie es momentan aussieht", verkündete er, "können wir noch in diesem Jahr mit der Baufreigabe durch die Regierung von Unterfranken rechnen und theoretisch noch heuer den ersten Spatenstich ausführen".

Wichtiges Zusatzdetail

Der Plan sehe ein zweckorientiertes Bad mit einem 25-Meter-Becken und fünf Bahnen vor, in dem sowohl Wettkämpfe als auch Familienfreizeit möglich seien. Es verzichte auf "teueren Schnickschnack".

Die DLRG sei erfreut darüber, dass der Stadtrat von Ebern dafür sorge, dass auch die Öffentlichkeit das neue Hallenbad nutzen darf und ein eigenes Kinderbecken für die ganz Kleinen in dieser Anlage gebaut wird. Das Becken für die Kleinkinder sei nicht nur als Vorstufe zur Schwimmausbildung wichtig, betonte Rath, sondern es biete auch den jungen Familien eine wichtige Anlaufstelle für die Freizeitgestaltung.

Planziel: Sommer 2015


Rath stellte klar: "Das Ziel, die Einweihung des neuen Hallenbades im Sommer 2015 durchzuführen, darf unter keinen Umständen aus den Augen verloren werden", denn je länger die Schwimmvereine warten müssten, desto größer würden die Probleme.

Die vielen Austritte von Mitgliedern hätten gezeigt, dass die Vereine in existenzielle Nöte geraten können. "Nicht nur die große Anzahl der Familien die ihre Kinder in einem Schwimmkurs unterbringen möchten, sondern auch die vielen Senioren, die aus gesundheitlichen Gründen auf den Schwimmsport angewiesen sind, sehnen das neue Hallenbad so schnell wie nur möglich herbei", wurde betont. Daher gelte es , an die Bauherren vom Landkreis und der Stadt Ebern zu appellieren, alles was in ihrer Macht stehe zu tun, um den Neubau des Hallenbades ohne Verzögerungen über die Bühne zu bringen.

Rath weiter Vorsitzender

Bei der Versammlung wurde Rudi Rath an der Spitze des Ortsverbands der DLRG bestätigt. Stellvertretender Vorsitzender ist Klaus Bayersdorfer, als Schriftführerin fungiert Jutta Arndt, als Schatzmeisterin Ingrid Lang und als technischer Leiter (Ausbildung) Andreas Mölter, dem Nicole Fehn,Wolfram Girschke und Michael Dinkel zur Seite stehen.

Technischer Leiter (Einsatz) ist Stefan Rose, den Matthias Weinfurtner und Anton Gerstenkorn, Michael Dinkel, Michael Huth, Norbert Arndt und Michael Neubauer unterstützen. Die Leitung Wassergymnastik haben Brigitte Lerche und Claudia Ernst; Administrator der Homepage ist Stefan Rose. DLRG-Heim-Beauftragte sind Klaus Dinkel und Alfred Och, Beisitzer für Vereinskommunikation ist Sabine Mölter und als Revisoren engagieren sich Harald Theuring und Rebecca Sommer.

Der neu gewählte Jugendvorstand setzt sich zusammen aus Vorsitzender Dina Weinfurtner, Stellvertreter Matthias Kirchner, Annalena Weinfurtner, Sandra Lerche und Dominik Albrecht. Jugendschatzmeisterin ist Angela Ankenbrand.

Einsatz für Flutopfer

Vorsitzender Rudi Rath stellte in seinem Bericht dar, dass die Vereinsführung große Anstrengungen unternommen habe, um den Mitgliedern des Ortsverbands einen Ausgleich für die Entbehrungen durch den Verlust ihrer Sportstätte zu bieten. Als Beispiele nannte er Veranstaltungen in den Bädern in Neustadt, Scheßlitz und Baunach und zahlreiche andere Unternehmungen.

Eine besondere Herausforderung stellten für den Ortsverband Ebern die Einsätze in den Hochwassergebieten an Donau und Elbe dar. Für die Leitstelle des Zugtrupps Unterfranken 2, stellte die DLRG-Ebern das Zugtruppfahrzeug mit jeweils vier Mann Besatzung, welche mit modernster Kommunikationstechnologie für die Koordinierung der Einsätze verantwortlich war. Bei der Deichsicherung und Evakuierung von Bewohnern packte jeder Helfer mit an.

Achtjähriger wäre fast ertrunken

Das Sommerferienprogramm der Stadt Ebern habe die DLRG wieder mit Spiel und Spaß im Freibad unterstützt. Dabei ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Ein Rettungsschwimmer, der als Badeaufsicht eingeteilt war, habe einen achtjährigen Jungen aus dem Springerbecken vor dem Ertrinken gerettet. Insgesamt leitete die DLRG mit 36 Rettungsschwimmern 263 Aufsichtsstunden im Schwimmbad.

Laut technischem Leiter Andreas Mölter hat die DLRG in Ebern dieses Jahr 48 Jugendschwimmabzeichen abgenommen, davon zwei in Gold. Bei der Rettungsschwimmerausbildung konnte ein Jugendlicher den "Juniorretter" ablegen.

Verdiente Mitglieder

Eine besondere Ehrung wurde dem scheidenden Vorstandsmitglied Hermann Lohm zuteil. Von seinen 39 Jahren als Vereinsmitglied hatte er die meisten im Vorstand mitgewirkt , ehe er nun im 80. Lebensjahr sein Amt als stellvertretender Vorsitzender niederlegte. Für sein Engagement erhielt Lohm die "Goldene Ehrenamtskarte" des Freistaates Bayern überreicht. Vorsitzender Rudi Rath stellte fest, dass Hermann Lohm als Chronist sowie als Ehrenvorsitzender dem Verein weiterhin erhalten bleibe.

40 Jahre Für 40-jährige Vereinszugehörigkeit erhielt der Ehrenvorsitzende der DLRG-Ebern, Erwin Reuter, eine Urkunde, ausgestellt vom Präsidenten der DLRG-Deutschland, Klaus Wilkens,

25 Jahre Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Stephanie Beck und Michael Dinkel geehrt. Sie erhielten Urkunden, welch de durch eine Urkunden des DLRG-Landesverbandes Bayern.

Zehn Jahre Für zehnjährige Zugehörigkeit wurden geehrt:Lisa Bauer, Lorena Bauer, Ursula Eckert, Hanna Girschke, Paula Girschke, Lisa Habermann, Yvonne Heimlich, Elena Müller, Lennard Müller, Esther Neugebauer,
Martin Neugebauer, Matthias Neugebauer, Rachilde Neugebauer, Konstantin Raab,Moritz Schmitt, Heike Stubenrauch und Edwin Wohlfahrt.