Ein Dreigestirnleitet den Traditionsverein: Karlheinz Charly Buld, Wolfgang Hauck und Daniel Wagner teilen sich die Führungsverantwortung.

Charly Buld sprach die aktuelle Situation an, übergab das Wort aber dann an Wolfgang Hauck, der die 50 Jahre des FC Hellingen humorig betrachtete.

45 Fußballverrückte gründeten den Verein am 12. Juli 1968 in der "Alten Weinstube" Feickert und erfüllten sich damit einen langjährigen Traum. Ottmar Schirber war der erste Vorsitzende, sein Stellvertreter wurde Ewald Vonhausen.

Fußball wurde sofort gespielt auch ohne eigenes Spielfeld. Die ersten Heimspiele wurden in Unterhohenried und Königsberg ausgetragen. Leider Verlor die Fußballmannschaft im September ihren Trainer Edgar Oehm durch einen Unglücksfall. Er war eine der treibenden Kräfte zur Gründung gewesen.


Erst braucht's einen Rasen


Im Frühjahr 1969 ging es los mit dem Aussäen auf dem neuen Sportgelände und dem Gießen der Betonpfosten für die Einfriedung.

Sportlich brachte es die Fußballmannschaft auf beachtliche 84 Tore. 1971/72 verpasste die Mannschaft den Aufstieg in die B-Klasse knapp. Sie wurde Vizemeister. Neben dem Sport gab es in den 1970-er Jahren viele unterschiedliche Vereinsveranstaltungen wie Ausflüge, Weihnachtsfeiern oder Schlachtschüsselessen. Das belebte das Dorfgeschehen.

1973 wurde eine Jugendmannschaft gegründet. Im März 1975 ist Vereinsbuch notiert: "Da in Hellingen zu befürchten war, dass das bisherige Vereinslokal Möhring bald schließt und kein größerer Raum für Veranstaltungen zur Verfügung steht, wurde beschlossen neben dem Sportgelände eine Mehrzweckhalle mit Duschraum und Wirtschaftsraum zu errichten!"

Im gleichen Jahr gelang der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte mit dem 2:0-Sieg gegen den TV Königsberg. Der FC Hellingen stieg in die B-Klasse auf - leider nur für ein Jahr.
Im August 1975 wurde der Grundstein für die Mehrzweckhalle, das heutige Sportheim, gelegt. Durch zum Teil enorme Eigenleistung und die Unterstützung ortsansässiger Firmen und Handwerker wurde am 6. September Richtfest gefeiert. Die neue Halle sah viele Feste - einige davon haben bis heute noch jährlich Bestand.

Eine Bereicherung gab es für den Verein 1980 mit der Gymnastikgruppe. Sie ist bis heute unverzichtbarer Bestandteil.

In den folgenden Jahren wurde beim FC Hellingen Fußball gespielt, viel Neues geschaffen, ein Ausweichplatz angelegt und der alte Sportplatz saniert, aber auch viel gefeiert. Dazu mente Wolfgang Hauck schmunzelnd: "Missverständnissen vorzubeugen, FC steht nicht etwa für ,Feier-Club‘ oder ,Fest-Club‘ sondern natürlich für ,Fußball-Club‘". Unvergessen die Hellinger Büttensitzungenin der Königsberger Stadthalle. Der FC stand für die Faschingshochburg Hellingen.

Einen besonderen sportlichen Erfolg gab es 1992. Die A-Jugend-Spielgemeinschaft FC Hellingen/TV Königsberg wurde Meister. Einige Jahre später gab es beim Spielbetrieb der Ersten und Zweiten Mannschaft Schwierigkeiten. Auch die 1998 gegründete E- und F-Schülermannschaft konnte daran nichts ändern. Nach einem Zwischenhoch mit einem neuen Trainer und neuen Spielern ging es doch bergab. Bergauf hingegen beim vereinseigenen Sportheim. Mit viel Eigenleistung konnte 2002 die Zentralheizung mit Öl in Betrieb genommen werden und das lästige Holzmachen und Anschüren entfiel.


Mannschaften aus dem Spielbetrieb abgemeldet 2008

Bis 2008 konnte der Fußballspielbetrieb nur durch das Mitwirken vieler "ausländischer" Akteure aufrecht erhalten werden, man meisterte viele Transportprobleme: Nun wurde die Mannschaft des FC vom Spielbetrieb abgemeldet. Seither bemüht sich der FC, Verein, Sportheim und Sportgelände am "Liedenberg" am Leben zu erhalten. Eine Hilfe dabei ist die Abteilung "Step-Aerobic" (seit 2000). Wolfgang Hauck bilanzierte: "Bewährte Veranstaltungen der letzten Jahre, wie Schlachtschüssel und Sonnwendfeuer, die Teilnahme am Weihnachtsmarkt, der seit 2016 stattfindende St. Georgslauf, sowie Fasching sollen auch weiterhin stattfinden... " In den vergangenen Jahren sei Beachtliches geleistet worden.

Es gab etliche Grußworte. Für den Bayerischen Landessportverband Haßberge (BLSV) übergab Reinhold Heilmann mit Frauenvertreterin Sonja Schmidt die Ehrenurkunde.

Geehrt wurden für 25 Jahre Vereinstreue Marco Beck, Johannes Endres, Wolfgang Hauck, Horst Keeß, Ludwig Schönmann, Frank Slawik und Daniel Wagner;
für 30 Jahre Ruth Buld, Sascha Buld, Ute Dietz, Helga Endres, Elfriede Englisch, Sven Englisch, Torsten Englisch, Gertraud Gehrig, Marco Grübel, André Grübel, Michael Heidig, Waltraud Heidig, Christian Kempf, Blanka Kettler, Edwin Kirchhof, Heidrun Kirchhof, Hildegunde Koch, Alexander Koch, Martina Koch, Elmar Krämer, Martina Krauser, Achim Löffler, Matthias Löffler, Andreas Löffler, Gernot Mützel, Kai Sauer, Bertram Sellner, Frank Sellner, Harald Tischmeier, Monika Wagner, Michael Wagner, Martina Wagner und Markus Winkler.
Für vier Jahrzehnte Treue geehrt wurden: Karlheinz Buld, Benedikt Gernert, Rudolf Gutjahr, Helmut Keeß, Berhard Kehl, Rainer Kettler, Erich Koch, Lothar Krug, Adolf Ruff, Manfred Schöpplein, Horst Sellner, Randolf Urbanski, Norbert Wagner, Walter Winkler, Jürgen Wagner, Gerhard Meub, Helmut Wirsing, Rainer Dietz und Gabriele Schirber.
Für 50-jährige Vereinszugehörigkeit wurden als Gründungsmitglieder ausgezeichnet: Günter Englisch, Helmut Grübel, Berthold Gutjahr, Ernst Heer, Emil Kempf, Albert Kettler, Erich Kritzner, Fritz Kritzner, Edwin Löffler, Gründungsvorstand Ottmar Schirber, Wolfgang Schneider, Heinz Schneider, Hans Schreiber, Norbert Wählisch und Karl Zenglein.


Ehrenmitgliedschaft

Zum Ende hatten Wolfgang Hauck und Daniel Wagner ein besonderes Bonbon parat. Vorstand Charly Buld, Jürgen Wagner und in Abwesenheit Walter Winkler wurden für ihre außergewöhnlichen Verdienste um den FC Hellingen zu Ehrenmitgliedern ernannt.