Fußball gilt vielen als die "wichtigste Nebensache der Welt" Der Glauben dagegen ist weitaus mehr Menschen wichtiger und er ist keinesfalls eine Nebensache. Das machte Eberns Pfarrer, Pater Rudolf Theiler, bei der Jubelkommunion deutlich, die beim Pfarrfest der Pfarrei Unterpreppach in Vorbach gefeiert wurde.
"Jeden Sonntag gehen mehr Menschen in Deutschland in die Kirchen, als samstags in die Fußballstadien", stellte der Geistliche fest. "Was sind schon 600 000 Menschen im Fußballstadion gegen vier Millionen in den Kirchen?", fragte er in die Runde, die trotz tropischer Temperaturen beachtlich groß war.

Elf Jubilare kamen

Von zahlreichen geladenen Jubelkommunikanten hatten sich nur elf Personen eingefunden. Deren Altersspanne reichte von der zehn- bis zur 70-jährigen Jubelkommunion. Vor zehn Jahren war Sophia Mölter aus Eichelberg erstmals zur Kommunion gegangen. Sein 25. Jubiläum feierte Alexander Becht aus Ebern. Auf 40 Jahre blickten Gertrud Barthelmann und Rüdiger Ebert, beide Jesserndorf, Michael Ruppert, Ebern, Luzia Nothaas, Bamberg, Barbara Kollmer, Reutersbrunn, und Ulrike Kröckel aus Vorbach zurück. Seiner Kommunion vor 70 Jahren gedachte Alfred Walz aus Reutersbrunn.

"Damals bei der Kommunion haben Sie das geübt, schauen wir mal, ob Sie das heute auch noch so gut hinkriegen", bat Pater Rudolf Theiler die Jubelkommunikanten zur Kommunion nach vorne.

Auf einer Reise

Der Pfarrer verglich in seiner Predigt das Leben der Christen, besonders der Jubelkommunikanten, mit einer Reise.

Eine Ehrung führte Pater Theiler im Nachgang der Kreuzbergwallfahrt durch. Etliche Teilnehmer der Wallfahrt kommen aus der Pfarrei Unterpreppach, zu der auch die Kirchengemeinden in Reutersbrunn und Vorbach gehören. Deshalb ehrte Pater Theiler Andrea Bauer für zehnmalige Teilnahme, Elmar Barth für 15-, Andrea und Michael Borzel, der auch die Leitung der Kreuzbergmusiker innehat, für 20- und Gustav Borzel für 25-malige Teilnahme.

Nach dem Gottesdienst am Spielplatz des Dorfes blieb der Besuch beim Pfarrfest eher bescheiden. Dennoch sind die Veranstalter zufrieden. "Bei der Hitze sind wir froh, dass alles so gut über die Bühne gegangen ist" resümierte Kirchenpfleger Siegfried Jäger.