Aus der Generalsanierung wird ein Neubau: Einstimmig beschloss der Kreistagsausschuss für Bau und Verkehr, dass das Friedrich-Rückert-Gymnasium in Ebern ein neues Gebäude bekommt. Damit ist die zunächst angedachte Generalsanierung des Komplexes nicht mehr aktuell.
Am kommenden Montag befasst sich der Kreistag Haßberge ebenfalls mit dem Thema, und es ist davon auszugehen, dass der Kreistag der Empfehlung seines Ausschusses für Bau und Verkehr folgt, der am Mittwochnachmittag im Landratsamt in Haßfurt tagte.

"Das Gebäude hat einen gewissen Charme", beschrieb Eva Mangold vom Hochbauamt des Landkreises das Gebäude in Ebern. Und setzte gleich hinzu: Wenn da nicht die baulichen Probleme wären, die gravierend sind."

Steffen Schlüter, Lehrer am Gymnasium und in der Schulleitung tätig, schilderte die Mängel so: "Seit letzter Woche steht auch in meinem Zimmer ein Eimer." Der Regen dringt durch das Flachdach ins Innere.

In ersten Überlegungen war der Landkreis davon ausgegangen, dass er die Situation mit einer Generalsanierung mit nötigen Erweiterungsbauten meistern kann. Aber damit können nicht alle Probleme (undichtes Dach, Statikmängel/Durchbiegung, Fluchtwege und Brandschutz) entscheidend beseitigt werden.

Neue Analysen und Berechnungen ergaben, dass ein Neubau sinnvoller wäre. Zumal sich die Kosten mittlerweile annähernd gleichen. Jeweils rund 26 Millionen Euro würden sowohl ein Neubau als auch eine Generalsanierung erfordern.

Wenn man schon so viel Geld ausgibt, dann ist ein Neubau sicher die bessere Lösung, sagte sich der Kreistag-Ausschuss und plädierte einmütig für diese Variante. "Wir sind auch für einen Neubau", sagte Steffen Schlüter für die Schule in Ebern.

Der Bau, der in zwei Abschnitten realisiert werden soll, könnte im Jahr 2019 beginnen. 2025 könnte alles fertig werden.