Mehr als zwei Jahre lang stand das "Fränkische Wirtshaus" in Burgpreppach im Kreis Haßberge leer - jetzt kommt wieder Bewegung in die Traditionsgaststätte. Übernommen wird das Lokal von Carsten Gräf und seiner Frau. "Er arbeitet bereits seit 30 Jahren als Koch", erzählt Gabriele Gräf gegenüber inFranken.de. Für ihn gehe damit "ein langgehegter Wunsch" in Erfüllung. 

Mit dem Pächterwechsel ändert sich auch der Name der Gaststätte. Künftig wird das Haus unter "Schlossblick" firmieren - eine Anspielung auf die besondere Aussicht vom Biergarten auf das architektonische Juwel im Ort. "Das Softopening läuft bereits",  so Gabriele Gräf. Die offizielle Eröffnung ist am Samstag, dem 13. Juni 2026. Geplant ist ein feierlicher Auftakt: "Um 14 Uhr gibt es einen Sektempfang mit der Bürgermeisterin und anderen geladenen Gästen, um 17 Uhr geht es dann für alle los."

Schnitzel, Brotzeit & Erdbeerschnitte: Das steht zur Eröffnung auf der Karte 

Zur Eröffnung werde es "die reguläre Speisekarte geben: Schnitzel, Brotzeit, Käseplatte" meint Gräf. Neben herzhaften Gerichten werde es auch ein Café-Angebot geben. Gabriele Gräf übernimmt unter anderem das Backen von Kuchen: "Auch meinen Kuchen wird es bereits geben." Einen besonderen Tipp hat sie ebenfalls parat: "Meinen persönlichen Liebling Donauwelle habe ich erst nächste Woche im Programm", für die Eröffnung empfiehlt sie "die Erdbeerquarkschnitte." Ergänzt soll das Angebot durch wechselnde Tagesgerichte sowie eine Sonntagskarte mit traditionellen Speisen wie Schäufele oder Sauerbraten werden. Auch vegetarische Optionen, darunter Nudelpfanne, sind vorgesehen.

Weiterhin planen die Betreiber besondere Aktionen, etwa Abende mit Gerichten aus dem Holzbackofen oder saisonale Schwerpunkte wie Wildgerichte im Herbst. "Die fränkische Küche war schon immer seins", erklärt Gabriele Gräf die Ausrichtung mit Blick auf ihren Mann. Im neuen Betrieb teilen sie sich die Aufgaben klar: Während Carsten Gräf in der Küche steht, kümmert sich seine Frau um Organisation, Service und kaufmännische Abläufe.  Unterstützt wird das Paar von mehreren Mitarbeitenden in Voll- und Teilzeit. 

Für Gabriele Gräf ist die Gastronomie dagegen eine neue Rolle. "Sich nach 30 Jahren in der Buchhaltung um die kaufmännischen Belange des Ladens zu kümmern, liegt zwar nahe, dennoch war ich noch nie selbstständig", schildert sie. Entsprechend blickt sie mit gemischten Gefühlen auf die kommende Eröffnung: "Ich hoffe darauf, dass mit der Eröffnung ein gelungener Laden entstanden ist." Trotz der Anspannung überwiegt die Vorfreude. Gleichzeitig räumt sie ein: "Nervös bin ich allerdings auch." Auch in Bamberg hat ein Traditionswirtshaus neue Betreiber gefunden - in ungewöhnlich idyllischer Lage.