"Es kommt einem ja fast so vor, als wenn Berlin mit dem Flughafen noch schneller fertig wird", monierte Weißheime.

Bürgermeister Willi Sendelbeck sah dies ähnlich, wollte aber keinen Zeitpunkt der Fertigstellung nennen, da er schon mehrere Male falsch gelegen habe. In diesem Zusammenhang gab er aber eine dringliche Anordnung bekannt. Der Restbereich zwischen der neuen Brücke und den Durchlässen habe sich auf einer Länge von 50 Metern als nicht tragfähig erwiesen und müsse noch mit einer Fläche von rund 300 Quadratmetern ausreichend ausgebaut werden. Dies bedeute einen Mehraufwand von 4602 Euro. Hier kam Kritik am Planer auf, der das eigentlich hätte wissen müssen.


Der rote Willi hat den schwarzen Peter


"Mit der Anordnung wurde nun dem roten Willi der schwarze Peter zugeschoben", hieß es hierzu aus dem Ratsgremium.

Volker Zürl informierte darüber, dass das Ferienprogramm heuer zum 20. Mal stattfinden wird. Zum Jubiläum wolle man den Kindern etwas Besonderes bieten. Deswegen stellte er den Antrag auf Übernahme der Kosten für einen Ausflug oder eine Fahrt durch die Gemeinde. Rentweinsdorf wolle sich ja als familienfreundlich darstellen, deswegen hoffe er auf Unterstützung, die das Gremium auch zusicherte. Unterschiedliche Meinungen gab es aber zu der Art der Veranstaltung. Volker Zürl und Petra Haubner erklärten sich bereit, hier einen Vorschlag zu erarbeiten.


Macht Löschauto bald die Grätsche?


Gemeinderat Stefan Kropp, gleichzeitig Vorsitzender des Feuerwehrvereins, sprach in der jüngsten Sitzung die aktuelle Situation der örtlichen Wehr an. Das Auto werde wohl bald "die Grätsche machen", und ein neues Fahrzeug passe nicht mehr in die Halle. So werde man um den Neubau eines Gerätehauses nicht herumkommen, das nach ersten Schätzungen 1,3 bis 1,4 Millionen Euro kosten werde. "Wir sehen uns in der Pflicht, die Gemeinde darauf hinzuweisen, dass es bald kritisch wird mit den Fahrzeugen und eine neue Unterkunft geschaffen werden muss", sagte Kropp.

Als Standorte brachte er den Bereich Bauhof/Sportplatz oder das Gebiet "Tonacker" in der Nähe des ehemaligen Unternehmens Müller ins Gespräch. Gedacht sei an ein Gebäude mit drei Stellplätzen und entsprechenden Räumen für die Feuerwehr.


Standortfrage klären


An der Notwendigkeit gab es im Gremium zwar keinen Zweifel, allerdings sah Kämmerer Horst Junge in der steigenden Verschuldung ein Problem. Für Ludwig Bock hatte der Bau des Kindergartens oberste Priorität. Bürgermeister Willi Sendelbeck verwies auf die zahlreichen Investitionen, da könne man derzeit kein weiteres großes Projekt ins Auge fassen. Volker Zürl nannte einen Zeitraum von drei bis vier Jahren, "aber das ist schon kritisch, denn wir haben das große Auto auch schon angeschoben". Auch sei das Mehrzweckfahrzeug schon dreimal zur Reparatur gewesen.

Willi Sendelbeck meinte, dass nun erst einmal ein Standort gefunden werden müsse. Mit einer Bebauung neben dem Bauhof würde man dem FC jede Parkmöglichkeit nehmen. Auch zentrale Grundstücke im Ort wurden in die Diskussion geworfen. Schließlich einigte man sich darauf, zwei Entwürfe zu fertigen und in der nächsten Sitzung vorzustellen.