"Er ist ein junger, dynamischer Bürger, der im CSU-Ortsverband, aber auch in den Vereinen und Organisationen viel bewegt hat und sich auf ein Super-Team für den Gemeinderat stützen kann", begründete stellvertretende Ortsvorsitzende Monika Weinbeer den Vorschlag.

Der CSU-Ortsverband Rauhenebrach nominierte mit 18 (von 19) Stimmen Leicht am Dienstagabend im Gasthaus Bayer in Theinheim. Er wird es wohl mit zwei Gegenkandidaten zu tun bekommen: Die Freien Wähler wollen den Geusfelder Matthias Bäuerlein ins Rennen schicken, und für die Wählergemeinschaft Koppenwind tritt Klaus Markfelder an.

Der 35-jährige Alexander Leicht, der verheiratet ist und eine Tochter hat, gehört dem Gemeinderat an. Von Beruf Konstruktionsmechaniker hat er sich in den letzten Jahren außerordentlich in Vereinen und Organisationen engagiert.

Seit 2007 ist Alexander Leicht CSU-Ortsvorsitzender und seit 2008 auch Vorsitzender des Fördervereins der Volksschule Rauhenebrach. "Dieser Verein dient unseren Kindern sehr, und am Buß-und Bettag bieten wir für unsere Kinder wieder ein besonderes Programm an." Er wirkt im Vorstand der "Nachwuchs-Blasmusiker" mit, die für einen geringen Unkostenbeitrag ein Instrument lernen könnten.

Alexander Leicht ist auch stellvertretender Vorsitzender der Flurbereinigung in Theinheim und als Schöffe am Gericht tätig. "In diesem Ehrenamt lernt man viel und insbesondere Menschenkenntnis, die einen für das ganze Leben prägt", sagte er über sich. Seine Organisationsfähigkeit hat der Kandidat mit Großveranstaltungen wie dem Auftritt des Kabarettisten Michl Müller bewiesen.

Gut vorbereitet wie die Nominierung des Bürgermeisterkandidaten war die Kandidatenliste für den Gemeinderat. 16 Bewerber wurden präsentiert und im Block gewählt. Es sind: 1. Alexander Leicht, Theinheim; 2. Olaf Ernst, Untersteinbach; 3. Monika Weinbeer, Untersteinbach; 4. Alfred Bauer, Falsbrunn; 5. Ingo Reinhart, Obersteinbach; 6. Christine Henfling, Fabrikschleichach; 7. Frank Schilling, Prölsdorf; 8. Alexander Bößner, Wustviel/Untersteinbach; 9. Anja Schilling, Falsbrunn; 10. Armin Zier, Fürnbach; 11. Markus Pfeufer, Untersteinbach; 12. Benedikt Schmitt, Geusfeld; 13. Daniel Gibfried, Falsbrunn; 14. Markus Schneider, Untersteinbach; 15. Alexander Kook, Untersteinbach; 16. Erwin Weininger, Theinheim. Ersatzkandidat ist Armin Oppelt.

Auch der CSU-Landratskandidat Wilhelm Schneider schätzt die sachliche Arbeit von Alexander Leicht, der schon längere Zeit im CSU-Kreisvorstandt mitarbeite und prädestiniert dafür sei, eine Gemeinde wie Rauhenebrach zu leiten. Die Liste der Gemeinderatskandidaten weise eine gute Mischung von jungen und erfahrenen Bürgern auf, lobte der Maroldsweisacher Bürgermeister, der 2014 Landrat werden will.

Mit der Versammlung in Theinheim schloss Wilhelm Schneider für sich einen "Steigerwaldtag ab", bei dem er zuvor die acht Gemeindeteile von Oberaurach besichtigt hatte. "Ich kenne zwar den Landkreis, aber es ist auch wichtig, vor Ort zu erfahren, wo der Schuh drückt. Diese wichtigen Informationen will ich mir in möglichst allen Gemeinden holen", unterstrich Wilhelm Schneider seine Vorbereitungen auf das wichtige Amt des Landkreis-Chefs. Landrat wird er, wenn er sich gegen die fünf anderen Bewerber durchsetzt.

Schneider lobte die Bemühungen im Steigerwald um attraktive Orte. "Es ist schon fantastisch, wie weit die Dorferneuerung in den Steigerwaldorten vorangeschritten ist. Da habt Ihr einfach den Vorteil genutzt, dass es hier schon bald losgegangen ist. Hier seid Ihr uns im Norden teilweise meilenweit voraus."

Als vordringlich für den ländlichen Raum bezeichnete Wilhelm Schneider den Ausbau des "schnellen Internets", das die Kommunen gemeinsam mit dem Landkreis erreichen wollen. Dabei kritisierte er indes die Förderbedingungen. "Wenn Flächengemeinden wie Maroldsweisach oder Rauhenebrach die gleiche Fördersumme von 500.000 Euro erhalten sollen wie die Einort-Gemeinden Sand, Stettfeld oder Ermershausen, ist das ungerecht, weil wir in größeren Gemeinden ganz andere Gelder in die Hand nehmen müssen." Hier müsse sich noch etwas ändern, forderte er.

Zur Diskussion um einen Nationalpark Steigerwald unterstrich er seine Meinung, dass gegen den Willen der Einwohner und Einheimischen nichts passieren soll. Dies sei wichtig, denn wenn jemand direkt betroffen sei, sehe manches eben anders aus, als wenn man 30 oder 50 Kilometer davon entfernt wohne.