Ob Old Shatterhand, Winnetou oder Kara Ben Nemsi, es gibt kaum einen, der sie nicht kennt, die legendären Roman-Figuren von Karl May. May zählt seit mehr als 100 Jahren zu den meist gelesenen Schriftstellern der Welt. Seine Werke wurden in 46 Sprachen übersetzt.

Ganze Generationen bezogen ihr Bild von den Indianern oder vom Orient aus seinen Werken. Dem bekennenden Karl-May-Fan Alois Tremer war es wichtig, am 30. März anlässlich des 110. Todestages von Karl May an den erfolgreichen Schriftsteller und dessen Romanhelden Old Shatterhand zu erinnern.

Dazu gehört natürlich auch Kanonendonner und Pulverdampf. Mit Blick auf den Markt Sulzthal feuerte er deshalb vom Kappberg zwölf Schüsse ab. Von seinem Großvater hatte er als Zehnjähriger die ersten Karl-May-Erzählungen erhalten. Er habe die Geschichten damals regelrecht verschlungen, sagte der Schreinermeister heute.

Fasziniert von den Reisen

An die 100 Bände stehen in seinem Bücherregal, die er alle gelesen hat, viele davon mehrfach. Tremer entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem wahren Karl-May-Experten. Besonders faszinierend fand er die Reiseerzählungen, die ihn schon als Kind durch die Wüste und in die Schluchten des Balkans bis in das Land von Winnetou, Old Shatterhand und Old Shurehand führten.

Eine Selbstverständlichkeit für den Sulzthaler Schreinermeister waren dann natürlich Besuche im großen Karl-May-Museum in Radebeul und im Karl-May-Haus in Hohenstein-Ernstthal. In seinem eigenen kleinen Museum sammelt Tremer Historisches und Zeitgeschichtliches. Viele Indianerutensilien und Kinoplakate alter Karl-May-Filme zeugen von seiner großen Nähe zu Karl May und dessen Reiseerzählungen und man fühlt sich sofort in eine andere Welt und Zeit versetzt.