Kleine Leute standen bei der Märchen-Satire "Es war einmal - im 21. Jahrhundert" der Theater-AG der Albert-Blankertz-Schule in Rediwtz auf der Bühne - und haben Großes vollbracht. Unter der Leitung von Christine Steinmetz begeisterten die Schüler ihre Klassenkameraden, Eltern und Lehrer mit ihrer Schauspielkunst.


Fluglärm stört Dornröschenschlaf

Im Stück wurde die Frage gestellt, was denn aus den bekannten Märchenfiguren geworden ist. Sie regen die Fantasie an und entführen in fremde Welten und Zeiten. Doch was passiert, wenn man die Märchenfiguren in die heutige Zeit versetzt? Diese Frage beantworteten die kleinen Schauspieler in eindrucksvoller Weise. Ausgangspunkt war die Einladung zu Hänsels Geburtstag. Auch Rapunzel und Aladin gehören zu den Gästen.
Mit Aladins "Z-100" Teppich besuchen die beiden auf dem Hinflug ihre Freunde. Da war Rotkäppchen. Den Jäger gab es nicht mehr. Der war in Rente gegangen, weil es im Wald keine Wölfe mehr gibt. Die Großmutter ist "fit wie ein Turnschuh" aufgrund der modernen Medizin.


Sterntaler als Börsenmakler

Sterntaler kennt sich mit Finanzen aus, erfuhren die beiden beim nächsten Besuch, und Dornröschen schläft nicht mehr, da der Flugplatz gleich nebenan so viel Lärm verursacht. Die Hexe ist auf dem Fitnesstrip und trainiert für Olympia. Und die Zwerge streiken für die 35-Stunden-Woche. Weiter fordern sie die Abschaffung der Nachtschicht und mehr Lohn.
Letztlich kommen alle auf der Geburtstagsparty zusammen und tanzen gemeinsam. Da wird jedem klar, dass auch an Märchenfiguren die Zeit nicht spurlos vorbeigeht.
Der Applaus der Zuschauer war gebührender Lohn für die schauspielerische Leistung der Theater-AG. Als Zeichen des Dankes erhielt jeder Schauspiele eine Sonnenblume und Leiterin Steinmetz einen Blumenstrauß. Für Essen und Getränke sorgte der Elternbeirat. T. Micheel