Viel Lob hat es von den Verbandsfunktionären für die Durchführung der bayerischen Meisterschaften der Männer in der Windeckhalle gegeben. "Der TSV Burgebrach hat die Landesmeisterschaften einwandfrei und tadellos organisiert", bestätigte Florian Geiger, der Vizepräsident des Bayerischen Ringer-Verbandes (BRV). Zwei Silbermedaillen gingen an den Gastgeber.
27 bayerische Vereine, darunter der deutsche Meister SV Wacker Burghausen und weitere Bundesligavereine wie der SV Hallbergmoos, SV Johannis Nürnberg und der TSV Westendorf schickten ihre besten Ringer in den Steigerwald nach Burgebrach. Die meisten Bundesligaringer wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und holten sich Meistertitel und Medaillen. Es gab aber auch Überraschungen. Die Kämpfe waren durchweg spannend und hochklassig. Bei diesem Turnier wurde deutlich, dass sich im Ringen in Bayern viel getan hat, seit Geiger als BRV-Vizepräsident Sport aktiv ist.
Für den TSV Burgebrach starteten Felix Pflauger, Dominik Winkler, Josef Giehl, Alexander Giehl, Christopher Rippl und Johannes Baum. Felix Pflauger (72 Kilogramm/griechisch-römisch) gewann gegen Andreas Schmitt (Kelheim) überlegen mit 8:0 und gegen Mario Anzenberger (Mietraching) mit 7:0. Im Halbfinale ließ er Alex Ernhardt (München Ost) mit 8:0 keine Chance. Im Finale war er dem Untergriesbacher Benedikt Pauli unterlegen.
Dominik Winkler (82 Kilogramm/griechisch-römisch) besiegte Stefan Joachim (Westendorf) mit 9:0 durch technische Überlegenheit. Gegen den Freisinger Dominik Kratzer schaffte er im Halbfinale einen ungefährdeten 5:1-Punktsieg. Im Finale musste er dem starken Bundesligaringer vom SV Johannis Nürnberg, Michael Lutz, nach viel Einsatz den Vortritt lassen. Die Silbermedaillengewinner Pflauger und Winkler werden nun an den Lehrgängen zur deutschen Meisterschaft teilnehmen.
Christopher Rippl (61 kg/Freistil) holte gegen den Bundesligaringer und international erfolgreichen Markus Stechele fünf Punkte. Dieser starke Gegner besiegte seine anderen Gegner alle überlegen und verlustpunktfrei. Nach diesem Kampf musste der TSVler wegen gesundheitlicher Probleme aus dem Turnier genommen werden. Josef Giehl (70 kg/Freistil) hatte gleich zu Beginn ein schweres Los. Im ersten Kampf unterlag er dem Bundesligaringer Tim Stadelmann vom SV Johannis Nürnberg. Gegen den späteren Drittplatzierten Ilja Voborev (Traunstein) gelangen ihm zwar Wertungspunkte, aber nach dieser Niederlage schied er aus dem Turnier aus.
Alexander Giehl (79 kg/Freistil) belegte nach drei Niederlagen Platz 6. Gegen den Bundesligaringer Andreas Walter (Hallbergmoos) schlug er sich wacker. Johannes Baum (125 kg/Freistil) zeigte mit dem vierten Platz gute Ansätze, vor allem bei seinem Schultersieg nach einer 10:0-Führung gegen Matthäus Geschwendtner (Aichach). Gegen Leander Schubert (Erlangen) verlor er knapp mit 10:12 nach Punkten. Michael Giehl und Jens Brosowski waren verletzungsbedingt nicht im Einsatz.
Abteilungsleiter Volkmar Schmal freute sich "Wir haben wieder beweisen können, dass wir mit unseren vielen fleißigen Helfern Profis sind. Unsere Ringer haben sich in diesem starken Teilnehmerfeld behauptet und mit zwei Silbermedaillen das Plansoll voll erfüllt." Neben Geiger und Johannes Maciejonczyk, dem Burgebracher Bürgermeister, begrüßte auch Stefan Röckelein, der Zweite Vorsitzende des TSV Burgebrach die Ringer. Auch der Präsident des Deutschen Ringerbundes, Manfred Werner, war zu Gast. vs