"Maria Stuart" von Dacia Maraini wird am Samstag, 9. Juni, 20 Uhr in der Hör.Bar der Stadthalle aufgeführt. Das Theater im Gärtnerviertel aus Bamberg präsentiertmit "Maria Stuart" in der Fassung der italienischen Gegenwartsautorin Dacia Maraini die beiden großen Königinnen Elisabeth I. von England und Maria Stuart von Schottland und zeigt einen der aufregendsten Konflikte der Weltgeschichte - voller Witz, Scharfsinn und Eloquenz. Theater hautnah und intensiv.
Zwei Königinnen, zwei Cousinen, zwei Frauen, die ihre Macht definieren müssen als Macht gegen Männer. Und beide sind Gefangene der Herrschaft, deren Repräsentantinnen sie sind.


Stärken und Schwächen

Was bei Schiller im großen historischen Zusammenhang abgehandelt wird, steht bei Maraini im Fokus: die Angriffsflächen der beiden Frauen, ihre Stärken und Schwächen. "Maria Stuart" ist das Porträt einer verpassten Chance: zwei Gegnerinnen in einem Krieg, der in ihrem Namen geführt wird, aber ohne ihren Willen. Zwei Frauen, die die Welt verändern wollen von der sie abhängen. Zwei, die sich im Weg stehen: die Frauen den Königinnen, die Königinnen einander. Eine muss weichen, damit die andere herrschen kann.
Ein historischer, in der Fassung von Dacia Maraini, hochaktueller Stoff. Das Lied von Macht, Machterhalt, von Erwartungen und Zwängen, denen sich der Machthabende unterwerfen muss, um seine Position zu erhalten, kann jeder Herrschende singen, ob Mann oder Frau. Das Stück ist eine spannende Version der "Was-Wäre-Wenn-Gedankenspiele", denen sich selbst Historiker gern hingeben und eine fulminante Zuspitzung aktueller Machtfragen im historischen Gewand.
Karten gibt es bei allen bekannten VVK-Stellen und direkt in der Stadthalle Bad Neustadt, Tel. 09771/631 023. red