Zusammen mit der Gleichstellungsstelle des Landkreises Erlangen-Höchstadt und Zonta Erlangen starteten die Frauen des Herzogenauracher Zonta-Clubs die Aktion "Gewalt kommt mir nicht in die Tüte". Mittlerweile ist daraus eine mittelfrankenweite Kampagne geworden, wie die Präsidentin Susanne Schiele mitteilt.

Die Gleichstellungsstellen hatten die Bäckerei-Innung gewinnen können, so dass engagierte Frauen in Mittelfranken rund 260 000 Tüten verteilen konnten. Sie wurden in über 30 Bäckereien in Erlangen und dem Landkreis verwendet, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Gestartet wurde die Aktion rund um den "internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen". Aktionspartnerinnen waren das Autonome Frauenhaus und der Frauennotruf Erlangen.

Schaufenster dekoriert

Da aktuell keine größeren Veranstaltungen stattfinden können, "freuen wir uns, damit eine Aktion gewählt zu haben, die eine breite Wirksamkeit erzielen kann", berichtet Susanne Schiele. So wurde in Herzogenaurach im Buchcafé ein Schaufenster mit Büchern, Informationsmaterial und Flyern dekoriert, um "auf die leider immer noch ausgeübte Gewalt an Frauen und Kindern aufmerksam zu machen". Die Leiterin Stefanie Greber hat die Zonta-Frauen bei dieser Aktion unterstützt.

"Zonta sagt Nein zu Gewalt gegen Frauen" ist eine Kampagne von Zonta International, um das Bewusstsein zu schärfen und Aktionen zu veranlassen, die das Ende der Gewalt gegen Frauen weltweit zum Ziel haben. Die Kampagne, die 2012 begann, weist als Besonderheit das Engagement der Zonta-Clubs und Distrikte zur Prävention und zum Beenden von Gewalt gegen Frauen in ihren lokalen Bereichen aus, heißt es in einer Pressemitteilung. red