Beim Festkommers anlässlich des 125. Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Burggrub gab es zahlreiche Ehrungen verdienter und langjährig treuer Floriansjünger. Auch ein unter die Haut gehender Zapfenstreich gehörte zum Programm. Außerdem standen der Blick in die Chronik und die Auszeichnung mit dem staatlichen Ehrenzeichen in Silber für 25-jährigen Feuerwehrdienst an Markus Ehrsam sowie Ehrungen mit Ehrenkreuz und Ehrennadel in Silber und Gold durch den Kreisfeuerwehrverband im Mittelpunkt. In ihren Gruß- und Gratulationsworten würdigten Landrat Klaus Löffler, Schirmherr und Bürgermeister Rainer Detsch sowie Kreisbrandrat (KBR) Joachim Ranzenberger sowohl die Jubelwehr mit ihrer hervorragenden Jugendausbildung als auch die Geehrten und Jubilare, die sich mit ihrem Idealismus große Verdienste um das Gemeinwohl erworben haben. Das staatliche Ehrenzeichen in Silber mit Urkunde des Freistaates Bayern wurde an Markus Ehrsam für 25 Jahre aktiven Dienst in der FF Burggrub verliehen. Vom Kreisfeuerwehrverband wurden für ihre Verdienste um das Feuerwehrwesen André Karl (in vielen Funktionen verantwortlich engagiert) und Theodor Kreul (über 40 Jahre aktiver Dienst und auch in verschiedenen Funktionen in der Vorstandschaft) mit Ehrenkreuz und Ehrennadel in Silber und Dirk Raupach mit Ehrenkreuz und Ehrennadel in Gold geehrt. KBM Dirk Raupach ist seit 18 Jahren 1. Kommandant der Wehr in Burggrub und Kreisjugendwart seit zehn Jahren.
Für seine Verdienste in der FF Burggrub wurde Rudi Ebert zum Ehrenmitglied ernannt.
Schirmherr und Bürgermeister Rainer Detsch hob hervor, dass die FF wie kaum eine andere Institution in unserer Gesellschaft für Solidarität und gegenseitige Hilfe steht. Den aufopferungsvollen ehrenamtlichen Dienst in den Feuerwehren könne man nicht genug wertschätzen.
Sie ist Ausdruck einer aktiven Bürgerschaft und Beleg für die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit den Gemeinden und Dörfern. Eine Gesellschaft, die sich nur auf die Unterstützung des Staates verlasse, könne nicht gedeihen, sie ließe die Verantwortung jedes Einzelnen verkümmern. In Burggrub habe der Geist des Füreinander-Einstehens große Tradition, wozu die Feuerwehr in 125 Jahren viel beitrug, wofür der Schirmherr ausdrücklich den Dank der Gemeinde und große Wertschätzung aussprach.
Schon 1870 gab es laut Chronist Willi Bischoff eine Löschmaschine in Burggrub, die Bürger zur Bedienung wurden zwangsbestimmt. Im Jahr 1893 folgte die Gründung der FF Burggrub. In dieser Epoche änderte sich dank technischer Erfindungen und der Industrialisierung einiges.
Diese verursachten auch wesentliche gesellschaftliche Umbrüche mit teilweise dramatischen Einschnitten für die Bevölkerung. Heute dagegen bringen ehrenamtliche Feuerwehrleute professionelle Hilfe mit hochgradiger technischer Ausrüstung. Besonders lobte der Schirmherr und Rathauschef die Jugendarbeit und Jugendausbildung als Garant für den Fortbestand der Wehren in der Gemeinde.
Dazu gebe die Gemeinde große finanzielle Unterstützung für die moderne technische Ausrüstung. Landrat Klaus Löffler schloss sich den Dankesworten des Bürgermeisters im Namen des Landkreises Kronach an und gratulierte der FF Burggrub zum Jubiläum.
Karl-Heinz Hofmann