Beim Heimdebüt von Trainer Luca Banchi feierten die Bamberger Brose-Basketballer ihren zehnten Euroleague-Erfolg in dieser Saison. Der deutsche Meister befindet sich zweifellos mit seinem neuen Coach an der Seitenlinie auf einem guten Weg und präsentierte sich beim 88:79 (44:41)-Sieg über Anadolu Efes Istanbul mannschaftlich geschlossen. Jetzt gilt es bis zum Samstag (20.30 Uhr) schnell die Akkus wieder aufzuladen, damit im Frankenderby gegen Würzburg vor eigenem Publikum die Revanche für die Vorrundenniederlage in der Bundesliga gelingt.
Erst nutzte Efes die Bamberger Ballverluste zu einem 10:2-Lauf, dann fand der deutsche Meister seinen Rhythmus (9:2) und ging durch Punkte von Nikos Zisis und Dorell Wright erstmals mit 21:19 in Front. Ein richtiger Spielfluss kam allerdings hüben wie drüben nicht auf, da die Schiedsrichter sehr kleinlich pfiffen.
Zu Beginn der zweiten zehn Minuten drehte dann Bambergs zweite Garde auf und zog, angeführt vom sehr aktiven Daniel Hackett, erstmals auf 31:27 davon. Doch kurz danach folgte die Schrecksekunde: Luka Mitrovic, gerade von seiner Oberschenkelverletzung genesen, humpelte vom Feld. Nach kurzer Behandlung kam er aber wieder zurück. Unterdessen hatten Augustine Rubit und Dejan Musli die Hausherren mit 38:30 nach vorn gebracht, doch die starken Errick McCollum und Derrick Brown konterten postwendend (42:41). Der starke Zisis besorgte dann mit seinen Punkten 7 und 8 den 44:41-Halbzeitstand. Die deutliche bessere Trefferquote von 60:38 Prozent aus dem Feld und das Reboundverhältnis (21:16) sprachen eindeutig für die Hausherren.


Radosevic mit starker Partie

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Bamberger das eindeutig aktivere Team und bauten mit einem 10:0-Lauf den Vorsprung auf 54:41 aus. Das Aufbäumen von Anadolu Efes im Anschluss war nur von kurzer Dauer: Vor allem Leon Radosevic und Wright schraubten den Vorsprung in die Höhe (67:50). Vor den letzten zehn Minuten lag der deutsche Meister mit 14 Zählern vorn.
Vladimir Stimac blies dann für die Gäste zur Offensive (75:83). Luca Banchi machte an der Seitenlinie vor, wie seine Jungs verteidigen sollen. Eineinhalb Minuten vor dem Ende waren die Türken bis auf sechs Punkte dran. Banchi setzte jetzt auf seine erfahrene Garde, die den Vorsprung schließlich über die Runden brachte.