"Hoffnung, Glück, Zuversicht, Freude, Liebe, Gesundheit, Glaube" - diese und weitere schöne Wünsche flattern derzeit am "Corona-Wünschebaum" beim Busplatz vor der Windheimer Schule. Behängt wurde er vom Team der Offenen Ganztagesschule (OGTS) Windheim. Dieses möchte damit ein Zeichen setzen, dass alle in dieser schwierigen Zeit zusammenhalten und keiner vergessen wird - auch wenn wir uns jetzt nicht begegnen dürfen.

"Die Wünsche sollen Menschen Mut geben, damit wir diese Krisenzeit gesund überwinden", verdeutlicht die Koordinatorin der OGTS, Annett Schlegel. Spaziergänger, die schon in großer Zahl den Blickfang bestaunt haben, können sich von der Idee inspirieren lassen und natürlich selbst weitere Wünsche dazuhängen. Der "Corona-Wünschebaum" mit seinen bunten Kärtchen ist nur eine von mehreren Ideen des OGTS-Teams, um den Menschen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern und Hoffnung zu schenken.

Um Zuversicht und Mut geht es auch bei der analogen wie digitalen Mitmach-Aktion "Hoffnungssteine". "Da wir heuer leider nicht wie sonst Ostern mit den Kindern feiern konnten, wurde im Team die Idee geboren, Hoffnung und Freude auf andere Art und Weise an die Kids und alle Mitmenschen weiterzugeben", erzählt Schlegel.

Bemalte Steine zum Mitnehmen

Am Eingang der Grund- und Mittelschule Windheim wurde ein Platz geschaffen, an dem viele bemalte Steine zum Mitnehmen und Weiterverteilen bereit liegen. Weitere wurden bereits auf Wegen oder anderen Orten abgelegt. Die Menschen können diese "Hoffnungsschimmer" mit nach Hause tragen oder auch für einen neuen Finder ablegen beziehungsweise erneut verstecken. "Über viele weitere Steinbemaler und Verstecker freuen wir uns. Alle Steinfinder dürfen ihren Fund auf Facebook unter ,Hoffnungssteine-OGTS Windheim' posten und gern etwas dazu schreiben", wünscht sich die Koordinatorin.

Im Januar besuchten einige Jungen und Mädchen der OGTS das BRK-Seniorenhaus in Ludwigsstadt. Mit viel Spiel und Spaß erlebten dabei Junge und Junggeblieben einen wunderschönen gemeinsamen Nachmittag. Leider müssen, so Schlegel, die Kinder nun zu Hause bleiben, dürfen sich nicht mit Freunden treffen, ihren Hobbys nachgehen, nicht ihre Großeltern besuchen. "Auch die vielen Senioren in den Pflegeheimen müssen jetzt sehr eingeschränkt leben. Sie dürfen zum eigenen Schutz keinen Besuch empfangen, fühlen sich sicherlich oft allein und sehnen sich - wie die Kinder auch - nach Kontakten zu ihren Lieben", zeigte sie sich sicher. Um ihnen zu zeigen, dass jemand an sie denkt, initiierte man die OGTS-Aktion "Wir sind füreinander da". Dabei waren die Kinder aufgerufen, etwas Schönes zu basteln, beispielsweise eine Tulpen-Faltkarte, oder auch ein Bild zu malen, versehen mit guten Wünschen für die Heimbewohner. Die vielen tollen Basteleien und Bilder steckten die Kinder in einen Briefumschlag und warfen sie in dafür vorgesehene Briefkästen in Steinbach und seinen Ortsteilen.

Der Dank des OGTS-Teams gilt allen "Mitmachern" und dabei insbesondere den Kindern. Obwohl sie manchmal noch zu klein seien, um das alles zu verstehen, machten sie seit Wochen alles toll mit: "Danke Kinder; ihr seid die Besten!"