Die Wohnungsnot und die Verfügbarkeit von erschwinglichem Wohnraum für jeden im Landkreis Erlangen-Höchstadt nennt die Kreis-SPD ein wichtiges Zukunftsthema in der Region. Es diene nicht nur dem sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft, sondern auch der Gewinnung von Arbeits- und Fachkräften für die regionale Wirtschaft, heißt es in einem Schreiben der Sozialdemokraten an Landrat Alexander Tritthart (CSU).
Mit der Gründung der Gewobau-Land hätten die Gemeinden im Landkreis die Möglichkeit, dem sozialen Wohnungsbau näherzutreten. Dennoch blieben die Gemeinden sich alleine überlassen, denn der Landkreis selbst habe sich bislang nicht aktiv am sozialen Wohnungsbau beteiligt, unter anderem auch deshalb, da der bayerische Landkreistag dabei nach Informationen des Landrats Vorbehalte habe.


Vorbild im Kreis Ebersberg

Der Landkreis Ebersberg habe jedoch nach den Informationen der Kreis-SPD Ende 2016 eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft gegründet, der sich mittlerweile auch weitere Städte und Gemeinden im dortigen Landkreis angeschlossen haben. Finanziert werde die Schaffung von Wohnraum neben Stammkapital der teilnehmenden Kommunen (je 10 000 Euro) und des Landkreises zusätzlich durch Fördergelder aus der zweiten Säule des staatlichen Förderprogramms.
Die SPD beantragt daher, dass sich die Verwaltung Informationen über die kommunale Wohnungsbaugesellschaft unter Beteiligung des Landkreises Ebersberg beschafft und im Kreistag oder Kreisausschuss darüber berichtet. Dabei seien besonders nachfolgende Fragen zu berücksichtigen: Auf welcher Grundlage und unter welchen Voraussetzungen war bzw. ist es dem Landkreis Ebersberg möglich, sich aktiv im sozialen Wohnungsbau zu engagieren? Welche konkreten Ziele hat das genannte Projekt zum Inhalt? Mit welchen Strukturen, insbesondere Personalmitteln, werden im Landkreis Ebersberg Strategien zur Schaffung von sozialem Wohnungsbau umgesetzt? red