Umfangreiche Sanierungsarbeiten stehen in naher Zukunft in der Katzogelhalle an. Laut Bürgermeister Thomas Kneipp (CSU) fördert der Freistaat Bayern mit einem neu aufgelegten Programm Investitionen finanzschwacher Gemeinden in die örtliche Schulinfrastruktur. Förderfähig seien dabei auch Investitionen für die Sanierung, den Umbau und die Erweiterung von Sporthallen. Der Fördersatz betrage stolze 90 Prozent.
Für den Landkreis Lichtenfels werde in etwa eine Summe von vier bis fünf Millionen Euro zur Verfügung stehen. Der Antragstellung gehe ein Bewerbungsverfahren voraus, und die Auswahl der zu fördernden Maßnahmen erfolge durch die Bewilligungsstelle bei der Regierung von Oberfranken.


Als bedarfsnotwendig anerkannt

Die Katzogelhalle wurde 1986 errichtet und ist von der Regierung als bedarfsnotwendig für den Schulsport der Grundschule Hochstadt anerkannt. Um in der Halle auch weiterhin lehrplanmäßigen Sportunterricht abhalten zu können, seien folgende Sanierungsmaßnahmen erforderlich: die Erneuerung der Beleuchtungsanlage in der gesamten Halle einschließlich Notbeleuchtung, die Sanierung der Sanitärräume einschließlich Sanitärinstallation im Bereich der beiden Duschräume, die Erneuerung der Heizungsanlage, die Sanierung des Parkettbodens sowie Anpassungsmaßnahmen für den vorbeugenden Brandschutz. Derzeit laufe eine Kostenzusammenstellung, so Kneipp. Das Gremium beschloss, die Verwaltung zu beauftragen, für die Maßnahmen beim Landratsamt sowie bei der Regierung von Oberfranken eine entsprechende Bewerbung für die Katzogelhalle vorzulegen.


Tragkraftspritze hat ausgedient

Für die Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze für die Feuerwehr Wolfsloch gaben die Räte ebenfalls grünes Licht. Aufgrund des hohen Alters (Baujahr 1985) der bisherigen Tragkraftspritze können, trotz Wartung und Pflege keine zuverlässige Funktionsfähigkeit mehr gewährleistet werden. Eine erste Kostenschätzung beläuft sich für die Neuanschaffung auf 15 000 Euro. Als öffentliche Förderung sei mit 4700 Euro zu rechnen.
Das Wasserrecht der Gemeinde für das Einleiten von sogenanntem abgeschlagenen Mischwasser aus der Kläranlage in den Main läuft zum Ende des Jahres 2019 ab. Die Antragsunterlagen für die Neueinleitung müssen bis 1. Mai 2019 beim Landratsamt vorgelegt werden. Für die Erstellung dieser Unterlagen sei eine Messkampagne, die sich über ein ganzes Jahr erstreckt, durchzuführen. Vor der Durchführung dieser Messungen müsse jedoch festgelegt werden, ob die Schlammstabilisierung auf ein Schlammalter von 25 Tagen (wie bisher) ausgelegt wird oder ob lediglich ein Schlammalter von 16 Tagen eingehalten wird. Das Schlammalter beeinflusse die technische Neuauslegung der Kläranlage. Je länger die Schlammhaltung, desto größere Bauwerke werden notwendig werden, so Kneipp. Es fallen zwar bereits jetzt, bei einem Schlammalter von 25 Tagen, hohe Transport- und Entsorgungskosten an. Die Transportkosten würden bei geringerem Schlammalter jedoch deutlich höher, da hier der Wasseranteil erheblich höher und auch mehr Masse zu transportieren sei. Zudem sei damit zu rechnen, dass auch die Entsorgungskosten steigen werden, und es müsse geklärt werden, wo der Klärschlamm mit der wässrigeren Konsistenz überhaupt angenommen wird. Daher beschlossen die Räte, die Schlammstabilisierungsdauer bei 25 Tagen zu belassen und die Messkampagne darauf auszulegen.
Für die Schöffenwahlen, welche in diesem Jahr stattfinden, wurde nach der Aufforderung zur Benennung von Personen für die Schöffenvorschlagsliste ein Bewerbungsbogen für Sabine Margarete Reuther aus Hochstadt abgegeben. Der Bewerbervorschlag wurde geprüft, Ausschlussgründe wurden nicht festgestellt. Der Gemeinderat beschloss die Aufnahme der Bewerberin in die Vorschlagsliste zur Schöffenwahl des Amtsgerichts Lichtenfels.


Gegen die Trasse stimmen

Bürgermeister Thomas Kneipp stellte das Aktionsbündnis gegen neue Stromtrassen vor. Dieses lehnt alle drei "P44-Varianten" der Bundesnetzagentur ab. In einer groß angelegten Protestaktion sollen Großflächenplakate die Bevölkerung sensibilisieren. Unter www.fehlamplatz.de können Bürger ihre Stimme gegen die geplanten Trassen abgeben.