Rund 150 Gäste aus Politik und Gesundheitswesen kamen nach Bayreuth zu der von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) organisierten Versorgungskonferenz. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, was alle Beteiligten gemeinsam für die Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung tun können.
Der regionale Fokus lag dabei auf Oberfranken und der nördlichen Oberpfalz. Wie der Vorstand der KVB betonte, könnten die künftigen Herausforderungen wie der drohende Ärztemangel in einer immer älter werdenden Gesellschaft nur gemeinsam und unter Beteiligung der Kommunen gelöst werden. Um langfristig die ambulante Versorgung sicherzustellen, sei ein attraktives Gesamtpaket für niederlassungswillige Ärzte und Psychotherapeuten notwendig.
Den inhaltlichen Schwerpunkt der Versorgungskonferenz bildete nach der Einführung durch Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) eine Diskussion rund um die Erwartungen und Rollen der Akteure. Dabei kamen auch die Hemmnisse zur Sprache, die junge Ärzte und Psychotherapeuten von einer Niederlassung abhalten, und es wurden Maßnahmen und Lösungen zur Sicherung der ambulanten Versorgung vorgestellt.
Neben dem Vorstand der KVB beteiligten sich Bürgermeisterin Kathrin Heimann (DEL) aus Effeltrich, Bürgermeister Günther Hübner (CSU/OL) aus Harsdorf (Kreis Kulmbach) und Constanze Scheibl, Geschäftsstellenleiterin der "Gesundheitsregion Plus" Coburger Land an der Diskussionsrunde. Anhand von konkreten Beispielen zeigten sie auf, was Kommunen tun können, um die Versorgung vor Ort zu verbessern. Dabei ging es unter anderem um die Schaffung neuer Praxisräume in einem ehemaligen Bahnhof und eine Imagekampagne, die sich speziell an Medizinstudenten wendet.
Der Vorstand der KVB wies darauf hin, wie wichtig verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Praxisführung seien. Zudem gebe es ein von der KVB initiiertes, umfassendes Förderprogramm für die Niederlassung in unterversorgten beziehungsweise drohend unterversorgten Regionen Bayerns. Mit der Verminderung der Bereitschaftsdienstzeiten sowie transparenten Vorgaben zur Steuerung der Arzneimittelverordnungen habe man in den letzten Jahren weitere wichtige Grundsteine gelegt, um eine Niederlassung in eigener Praxis wieder attraktiver zu gestalten. red