Zur Kolumne "Ein falscher Vergleich mit der DDR" von Thomas Lange vom 14.8.: Sehr geehrter Herr Lange, offensichtlich hat man Ihnen bei diesem Zeitungsverlag "Narrenfreiheit" eingeräumt, um über alles berichten zu können und zu dürfen, was die Verteidigung der Einschränkungen aufgrund des momentanen "Corona-Wahnsinns" angeht.

Bereits Ihre hämischen Aussage "Schon die Zahlen der Polizei sind erschreckend genug" (zwischen 17 000 und 20 000) anlässlich der Demonstration in Berlin am 1.8. entlarvt Sie als Helfershelfer derer, die möglichst wenig von der Gegenbewegung des Volkes in den Medien zulassen möchten, um die, die ihre von oben gesteuerten Informationen nur aus Funk, Fernsehen und Zeitung erhalten, nicht hellhörig zu machen.

So dumm sind die von Ihnen als "Unbelehrbare" und als "Verschwörungstheoretiker" bezeichneten Massen nicht, wenn sie ihre Bürgerrechte zu Recht ausüben, um gegen eine aberwitzige und sinnlose Maskenpflicht und sonstige Unsinnigkeiten zu demonstrieren, konstatiere ich doch den zur Demonstration aufrufenden Professoren, Doktoren und Anwälten sicherlich einen größeren Intellekt und Sachverstand als Ihnen.

Dass die Maskenpflicht in der Wissenschaft kontrovers diskutiert wird, sollte doch auch Ihnen nicht verborgen geblieben sein. Fest steht, dass im Freien kaum Gefahr besteht, von Viren über eine Aerosol-Übertragung getroffen zu werden, weil sich die ausgeatmeten Partikel in der frischen Luft schnell verdünnen (schon nachzulesen in der Apotheken-Umschau, Eva Tenzer vom 15.7.20).

Herkömmliche auf dem Markt angepriesene Masken sind als Schutz gegen die nur fünf Mikrometer großen Tröpfchen genauso wirksam wie ein Hasendrahtzaun auf der Nase. Wo blieb denn der Aufschrei der Presse wegen der Verletzung der doch so lebensnotwendigen Maskenpflicht bei den Demonstrationen von "Black lives matter" in Deutschland?

Ihre anmaßende und abfällige Kommentierung sowie die Beleidigung der Teilnehmer in Berlin vom 1.08. als "Verschwörungstheoretiker" ist befremdlich, von gelebter Demokratie weit entfernt und hat mit aufrichtigem, wahrheitsgemäßem und unabhängigem Journalismus nichts zu tun.

Maresa und Gerhard Fröba

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