Die Unterschriften sind ein Schlussstrich unter eine lange Geschichte: Frensdorfs Bürgermeister Jakobus Kötzner und Hirschaids Gemeindeoberhaupt Klaus Homann unterzeichneten jetzt für ihre beiden Gemeinden die Vereinbarung zum Bau eines Geh- und Radwegs zwischen Herrnsdorf und Röbersdorf.

"Der geplante Weg ist ein wichtiger Lückenschluss", sagte Kötzner. Sowohl zwischen Herrnsdorf und Bamberg wie auch zwischen Röbersdorf und Hirschaid gibt es bereits Radwegeverbindungen. Es fehlte nur noch das 2,4 Kilometer lange Stück zwischen Herrnsdorf und Röbersdorf. In Röbersdorf selbst müssen die Radler innerorts allerdings auch künftig auf der Straße fahren. Erst am östlichen Ortsausgang von Röbersdorf können sie wieder den bereits vorhandenen Radweg nutzen.

Mit dem "Lückenschluss" zwischen Herrnsdorf und Röbersdorf soll im Frühjahr 2021 begonnen werden. Als "Sonderbaulast" mit dem Freistaat vereinbart, müssen die Gemeinden die Kosten von 1,46 Millionen Euro vorfinanzieren. Darauf erhoffen sie sich bis zu achtzig Prozent Förderung aus staatlichen Mitteln. Die Restkosten, die nach Abzug der Förderung auf 360 000 Euro geschätzt sind, werden entsprechend des Streckenanteils zu 70 Prozent von Frensdorf (1,7 Kilometer), zu 30 Prozent von Hirschaid (0,7 Kilometer) geschultert.

Der Geh- und Radweg wird an der Südseite der Staatsstraße 2260, also der Talseite angelegt. Am Beginn und am Ende der neuen Strecke ist an beiden Ortseingängen jeweils eine Überquerungshilfe geplant. Nach Fertigstellung wird der Freistaat Bayern den Weg übernehmen.

Seit 2014 in Gesprächen

"Seit 2014 sind wir konkret in Gesprächen", berichtete Bürgermeister Kötzner. Soweit zurück lägen auch die ersten Planungen, die mit Straßenbauamt und Regierung abgestimmt werden mussten. Allerdings verzögerten Schwierigkeiten beim Grunderwerb die Maßnahme. Sogar über eine Verlegung des Weges an die Nordseite der Straße wurde nachgedacht. Die vorgelegten Varianten fanden jedoch im Marktgemeinderat Hirschaid keine Zustimmung. Bürgermeister Kötzner nahm daher erneut Verhandlungen mit dem Grundeigentümer auf und war erfolgreich. Im November 2019 konnten die Grunderwerbsverhandlungen abgeschlossen werden. Nachdem die beiden Ratsgremien die Vereinbarungen abgesegnet hatten, war endlich der Weg frei für die Baumaßnahme.