Stolz zeigen Tom, Jeremias und Felix von der Gruppe "Technisches ExperiMINTieren" des Gymnasiums Höchstadt ihre mit Namen gravierten Alu-Hämmerchen. Sie verbrachten einen Praktikumstag in der Lehrwerkstatt des Höchstadter Schaeffler-Werkes.
Nach der Sicherheitsbelehrung erfolgte die Einweisung in die anstehenden Arbeiten an der Werkbank. Es war für die jungen Technikfans schon erstaunlich, wie viele Arbeitsschritte notwendig sind, um aus zwei einfachen Aluminiumstücken kleine Hämmer herzustellen. Die Unterstufenschüler erhielten an den Maschinen von den zuständigen Auszubildenden einen Einblick in die Bearbeitung von Metallen. Mit dem klassischen Schullineal könnte man hier nicht arbeiten. Die Genauigkeit liegt von 1/100 bis zu 1/1000 mm. Messschieber (Schublehre) und Bügelmessschrauber werden dauernd verwendet, um das Einhalten der Konstruktionspläne zu gewährleisten.
Vor Weihnachten waren die älteren Schüler aus der Gruppe "Technisches ExperiMINTieren" ebenfalls für einen Tag in der Lehrwerkstatt zu einem Praktikum. Auch von diesen Schülern wurde das angenehme Betriebsklima gelobt. Besonders hervorgehoben wurde das Arbeiten an der Maschine unter Aufsicht. Viele theoretische Inhalte des Physikunterrichts konnten "mit der Hand umgesetzt" (hands-on-learning) werden und damit sehr praxisnah verstanden werden.
Für das naturwissenschaftlich-technologische und sprachliche Gymnasium ist die Kooperation mit Schaeffler Technologies seit Jahrzehnten ein wichtiger Beitrag für die Bildung junger Menschen. Auch deshalb wurde das Gymnasium im vergangenen Jahr in den erlauchten Kreis der MINT-Excellence Schulen Deutschlands aufgenommen.
Klaus Strienz