Finanziell ein großer Brocken wird die Sanierung der Brunnenstraße für die Gemeinde. Dazu war extra Planer Matthias Kirchner zur Vorstellung eines Planungskonzeptes in die Sitzung des Gemeinderats gekommen. Auf 325 Meter Länge soll die Straße erneuert werden, dazu auch die Wasserleitung und die Kanalisation. Das sei schon deshalb nötig, weil es viele Rohrbrüche gegeben habe und die Gehwege so schlecht seien, dass sogar haftungsrechtliche Fragen auftauchten.
Bürgermeister Zehner erläuterte, dass die Gemeinde bei der Erstellung eines Kanalkatasters auf den sehr schlechten Zustand der Kanäle gestoßen sei. Seinerzeit sei allerdings noch nicht absehbar gewesen, dass die Straßenausbaugebühren, die die Anlieger hätten zahlen müssen, wegfallen. "Ich habe auch noch keine Ahnung, wann, wie und wie hoch die Ersatz-Mittel für die Straßenausbaubeträge fließen" meinte dazu Matthias Kirchner.
Er möchte den dörflichen Charakter dieser Straße erhalten. Die Fahrbahn, zurzeit 6,50 Meter, ist ihm viel zu breit. Die Gehwege will er verändern und unterschiedlich breit anlegen. Er schätzt, dass die gesamten Baukosten rund 1,07 Millionen Euro betragen, verwies aber darauf, dass die Auftragsbücher der Firmen zurzeit sehr voll sind.
Der Gemeinderat bestätigte seine Vorplanung einstimmig. Eine Anliegerversammlung soll im August oder September stattfinden. Kirchner kann sich einen Baubeginn Mitte 2019 vorstellen und geht von etwa einem Jahr Bauzeit aus. mdb