Die Kandidaten für die Urwahl der FDP Bayern haben sich in Weidnitz den oberfränkischen Liberalen vorgestellt. Um das Amt des Spitzenkandidaten für die Landtagswahl bewerben sich der frühere Landesvorsitzende Albert Duin, der frühere Landesgeschäftsführer Martin Hagen, Hans-Joachim Hofstetter aus Bad Kissingen, Andreas Keck aus München, Gabriele Neff aus München, der frühere parlamentarische Geschäftsführer Tobias Thalhammer, Michael von Gumppenberg und Carl von Lerchenfeld aus Mittelfranken.
"Wir denken neu und handeln auch so. Die Urwahl ist deswegen der nächste konsequente Schritt", sagte Bezirksvorsitzender Thomas Nagel. "Wir haben vielleicht nicht so viele bekannte Gesichter, dafür aber viele gute Köpfe. Unsere Mitglieder sind Menschen, die Bayern noch besser machen wollen. Sie wollen ein modernes und weltoffenes Land, das sie auch Heimat nennen können." Jetzt liege es an den Mitgliedern zu entscheiden. Nagel: "Wir wählen nicht den einsamen Solisten, sondern denjenigen, der die Kapitänsbinde tragen wird."


Kritik an den Grünen

Nagel sprach sich für die Stärkung des ländlichen Raums aus und kritisierte die Politik der Grünen. Wer den Flächenverbrauch in Bayern verhindern wolle, spreche sich auch gegen die Ansiedelung von innovativen Unternehmen und Hochschulen in Oberfranken aus. Er bedauerte, dass es kein Digitalisierungs-Ministerium geben soll.
Albert Duin forderte weniger Bürokratie und weniger Aufzeichnungspflichten für den Mittelstand. Der Mittelstand müsse von den bürokratischen Zwängen befreit werden. Gaby Neff sah die Abschaffung der Ladenöffnungszeiten für umsetzbar. Der Einzelhandel brauche mehr Unterstützung in den Innenstädten. Für Martin Hagen ist es wichtig, eine Leitidee für Bayern zu entwickeln und Verhandlungen partnerschaftlich in der bayerischen Politik zu führen. Die individuelle Förderung der Schüler müsse wichtiger werden. Tobias Thalhammer forderte ein Bewusstsein von Ökologie und Ökonomie. red