Am Mittwoch kamen wie an jedem Werktag in der Ferienzeit zahlreiche Sportschuhtouristen in die Aurachstadt. Nummernschilder aus ganz Deutschland waren auf den Parkplätzen der Outlets vertreten. Schließlich ist es ein Leichtes, nur einen kurzen Schlenker von der Autobahn zu machen, um an die Sportaccessoires zu gelangen.

Der katholische Feiertag Mariä Himmelfahrt vereitelte jedoch sämtliche Kaufgelüste. Denn die Sportshops hatten am 15. August wegen des Feiertages in Herzogenaurach natürlich nicht geöffnet. Am Puma-Shop wies ein Aushang darauf hin, dass an diesem Tag lediglich das Puma Outlet in Nürnberg geöffnet habe und beim Einkauf dort Prozente gewährt werden. Auch bei Adidas und bei Reebok wies ein Aushang auf den Feiertag hin.

Nach Herzogenaurach kam zum Beispiel die vierköpfige Familie Schulz aus der Nähe von Bielefeld, um sich mit Sportutensilien eindecken zu können. "Bei uns in Nordrhein-Westfalen gibt es diesen Feiertag nicht mehr", merkten sie nur an. Da sie ihren Urlaub zurzeit in Nürnberg verbringen, kamen sie am gestrigen Donnerstag noch einmal nach Herzogenaurach. Denn die Gelegenheit, sich mit Markenklamotten einzudecken, wollte Familie Schulz sich nicht entgehen lassen.

Auch eine Familie aus Nürnberg hatte den Weg vergeblich nach Herzogenaurach gemacht, und war noch unschlüssig, wie sie das Problem lösen sollte.

Die meisten Kaufinteressenten nahmen es gelassen. Vielleicht besuchen sie Erlangen oder Nürnberg. Ein Besuch der Innenstadt von Herzogenaurach, zum Kaffeetrinken oder Eisessen, um für etwas Geld in Herzogenauracher Geschäftskassen zu sorgen, kam aber kaum für jemanden infrage.