Auf Initiative einer Betroffenen hat sich eine Angehörigen-Selbsthilfegruppe für Menschen mit Demenzerkrankungen im Raum Haßfurt gegründet. Dies teilt die Leiterin der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KOS) am Landratsamt Haßberge, Monika Strätz-Stopfer, mit. Das nächste Treffen der Gruppe findet am Mittwoch, 27. Juni, um 18.30 Uhr im Gesundheitsamt in Haßfurt statt (Zwerchmaingasse 14, Besprechungsraum, erster Stock), teilte die Behörde mit.
Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit einem Verlust der geistigen Funktionen wie Denken, Erinnern, Orientierung und Verknüpfen von Denkinhalten einhergehen. Dies führt dazu, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können. Dazu zählen die Alzheimer-Demenz, die Vaskuläre Demenz, Morbus Pick, Frontotemporale Demenz und weitere Demenzformen.
Menschen mit Demenz können Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis haben. Oft treten diese Probleme beim Bezahlen von Rechnungen, bei der Planung und Vorbereitung von Speisen, bei der Erinnerung an Termine, oder beim Verlassen der gewohnten Umgebung auf. Auch der Überblick über Handtasche oder Brieftasche kann schnell verloren gehen.
In dieser neuen Selbsthilfegruppe sollen Informationen und Erfahrungen ausgetauscht werden. Vor allem folgende Fragen sollen im Mittelpunkt stehen: "Wie gehe ich mit dem Erkrankten um, welche Entlastungsmöglichkeiten gibt es, wie kann ich Unterstützung finden." Hierzu sollen auch Fachleute in die Gruppe eingeladen werden.
Wer Interesse an der Teilnahme an der Selbsthilfegruppe hat, kann sich bei Monika Strätz-Stopfer unter der Telefonnummer 09521/27313 oder auch per E-Mail an kos@hassberge.de melden und näher informieren.
Alle Anfragen werden selbstverständlich vertraulich behandelt, versichert das Amt. red