"Suchmaschine an. Stichwortsuche: Heimat. Es gibt ungefähr 33 Millionen Ergebnisse in 0,49 Sekunden. Doch keines davon kann jeden persönlich widerspiegeln. Heimat ist für jeden etwas Anderes. Eine Identifikation mit der Gegend, in der man groß geworden ist, eine emotionale Bindung zu einem Ort, verschiedene Erlebnisse und besondere Erfahrungen, die man gesammelt hat. Das alles kann Heimat sein. Doch was ist Heimat für die Kinder und Jugendlichen des offenen Kinder- und Jugendhauses Ahorn?", sagte Mariola Kemnitzer zu Beginn des Filmabends der Ahorner Filmgruppe im Jugendhaus in Schorkendorf.
2016 waren vom Bayerischen Jugendring sowie von JFF - Institut für Medienpädagogik sowohl die "Jufinale" als auch das Projekt "Bauchkino und Kopfgefühl" ausgeschrieben worden. Ahorner Jugendliche haben sich mit ihren Heimatprojekten beworben: mit Interviews, einem Radfilm und dem Streifen "Ahornsirup im Kopf". Am 8. Februar verwandelten sie das Jugendhaus in Schorkendorf für einen Abend in einen Kinosaal. Unter den Filmen, die gezeigt wurden, waren auch der Musikvideoclip der Rückertschule Coburg (integrative Klasse). Musikalisch wurde der Abend von Hannes Zahner umrahmt mit seinem Lied "Hier bin ich geboren".
Pascal Grochla begrüßte die Gäste und war einen Abend lang Moderator. Er habe im Film "Ahornsirup im Kopf" den Feuerwehrmann gespielt, sagte Pascal. Dabei sei es vor allem um das Thema "Heimat" gegangen.


Clips nominiert

Zum 15. Mal hatten sich am 25. November 2017 junge kreative Filmemacher aus ganz Oberfranken bei der "Jufinale", dem oberfränkischen Jugendfilmfestival in Marktredwitz, getroffen. Unter dem Motto "Dein Film im Kino" wurden über 100 Filme gezeigt, die von den Nachwuchsproduzenten zum Wettbewerb eingereicht worden waren. Eine fachkompetente Jury hatte die besten Clips ausgewählt. Diese wurden an diesem Abend in einem feierlichen Rahmen mit Filmpreisen ausgezeichnet und für die bayerische "Jufinale" 2018 nominiert.
Seit Oktober 2016 gibt es im "Schlupfwinkel" eine Filmgruppe bestehend aus Jugendlichen ab dem Alter von 14 Jahren. Jeden Freitag ab 15 Uhr kamen alle zusammen und arbeiteten an ihrem Film. Dabei wurden die Szenen selbst geschrieben. Ein Stylebook sowie ein Szenenbuch wurden angefertigt, um das Drehen so zu erleichtern. Beide gaben eine gute Übersicht für die einzelnen Aufnahmen. Jeder wusste, was wann wie und wo gebraucht und geplant wurde. Über die Projektzeit stießen immer mehr Jugendliche dazu. Die Hintergrundmusik, die Raps sowie das eigene Lied über Ahorn von Hannes Zahner stammten ebenfalls aus einer Eigenproduktion. Dabei war ganz viel Kreativität gefragt.
Zur Vorbereitung leitete Jan-Lukas Häberle einen Theaterworkshop an, um allen ein paar Tipps und Tricks des Schauspiels mit an die Hand geben zu können. Letztlich kam es dann zum eigentlichen Dreh der Szenen. Was nicht immer einfach war, da nicht immer jeder Zeit hatte. Dennoch wurden Ersatztermine gefunden, und so konnten dann doch die einzelnen Aufnahmen entstehen. Die Outtakes durften natürlich nicht fehlen, in denen hauptsächlich klassische Versprecher zu sehen sind.
Folgende Jugendliche haben mitgemacht am Jugendfilmprojekt: Jan-Lukas Häberle (Nerd, Regisseur, Schnitt, Drehbuch und Schauspielworkshop), Anke Stolle (Regisseurin, Drehbuch und Ton), Alexander Proft (Kamera, Schnitt), Pascal Grochla (Feuerwehrmann, Drehbuch), Marie Dittrich (Hauptrolle), Helena Schuller (Schauspielerin), Heinrich Eckl (Schauspieler), Delshad Hasan (Schauspieler), Viktoria Duffek (Statistin), Florian Pflug (Schauspieler), Christina Buff, Laura Jacob (Requisiten), Sophia Krug (Requisiten und Statistin), Hannes Zahner (Musik), Yannick Herbert (Musik), Till Hübner (Verpflegung), moralische Unterstützung kam von Felix Janka und Cornel Schmidt, die Organisation hatte Jugendpflegerin Mariola Kemnitzer. red