Rätseln sei ein "Stück der Definition Mensch", sagt Stefan Heine. Er ist Rätselforscher, aber selbst auch Rätselmacher aus Hamburg. "Es geht darum, etwas auszufüllen, komplett fertig zu machen, sich selber zu messen - und wenn man es gelöst hat, ist es einfach ein schönes Gefühl. Aber was noch entscheidender ist, ist dieses Abtauchen, man konzentriert sich voll und nimmt sich für einen Moment aus der Welt und aus der Zeit. Man vergisst den Alltag um sich herum und ist glücklich", sagt Stefan Heine.

Rätselfans kämen aus allen Altersgruppen und Schichten. "Man stellt sich ja so klassisch die Omi vor, die so am Fenster sitzt und Rätsel löst, aber es lösen natürlich auch junge Leute Rätsel", sagt Heine.

Im Jahr 1913 erschien das erste Kreuzworträtsel - rautenförmig und mit insgesamt 31 Fragen in der längst eingestellten Zeitung "New York World".

Dem Kreuzworträtsel in Sachen Beliebtheit dicht auf den Fersen ist das in Japan zum Trend gewordene Zahlenrätsel Sudoku, das in den 2000er Jahren auch in Deutschland einen Hype auslöste. "Man braucht kein Wissen, man kann sich nicht blamieren, ein Sudoku kriegt man komplett ausgefüllt oder gar nicht", sagt Heine. (AZ)