Wann ist die Rhön entstanden? Welche geologischen Phänomene bestimmen die Rhön? Findet man heute noch fossile Hinweise auf prähistorische Klimaveränderungen in der Region? Fragen wie diese beantwortet der Hobbygeologe und -paläontologe Frank Gümbel in seinem Vortrag "Fossilien der Rhön". Der Vortrag aus der Reihe "In der Rhön, für die Rhön" findet am Donnerstag, 24. September, um 19 Uhr in der Markthalle am Buttenmarkt in Hammelburg statt. Ursprünglich war der Vortrag für Oberbach angekündigt.

Schon als Kind war Frank Gümbel aus Neidhartshausen bei Wanderungen mit seinen Eltern von Versteinerungen im Kalkgestein fasziniert. Bei einem Urlaub im Jahr 1970 an der Ostsee fiel dem damals Fünfjährigen auf, dass die Muscheln den Versteinerungen am Maßbacher Berg in seiner Heimat, der Rhön, ähnelten. Aus dem Sammeln im Strandurlaub wurde ein professionelles Hobby: Heute finden sich Gümbels Publikationen in regionalen Heimatbüchern ebenso wie in Mitteilungsbänden der Museen in Fulda, Schleusingen oder Berlin. Seit 2007 stellt der Hobbygeologe und -paläontologe, der sich auch intensiv mit dem Altbergbau der Rhön beschäftigt, in den Jahresheften "Mitteilungen aus dem Biosphärenreservat Rhön" paläontologische Fundstellen der Rhön vor.

Der Vortrag bietet einen Querschnitt über die erdgeschichtlichen Zeugnisse der Rhön - inklusive aktueller Forschungsergebnisse. Anhand von Bildmaterial zu historischen und neueren Fossilfunden sowie Informationen zu paläontologischen Forschungen wird den Teilnehmern an diesem Abend die fossile Welt der Rhön nähergebracht. Mit diesem Vortrag begeben sich Interessierte auf eine Zeitreise von den Sauriern der Buntsandsteinzeit bis zum Zeitalter der Menschen, dem Anthropozän. Fundstätten mit markanten Fossilfunden und deren Erforschung ermöglichen fensterartige Einblicke in fossile Landschaften vergangener Zeiten, heißt es in der Ankündigung der Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats.