Mehrere Themen sprach Bürgermeister Rüdiger Gerst (CSU) in seinem Kurzbericht während der jüngsten Gemeinderatssitzung in Kemmern an. So seien aus der Städtebauförderung für Kemmern 360 000 Euro bewilligt worden.

Aufgrund geringer Nutzung würden Fahrten der Buslinie der Firma Hasler ab September durch einen Rufbus ersetzt.

Die LED-Umstellung der Straßenbeleuchtung zeige Wirkung, der Stromverbrauch sei um 33 Prozent zurückgegangen.

Im Bereich des geplanten Mehrgenerationenprojekts seien archäologische Sondierungen durchgeführt worden, ohne Funde.

Und die Autobahndirektion Nordbayern habe Sperrungen der Ausfahrt Kemmern angekündigt - vom 31. August bis 4. September von Suhl kommend, vom 8. bis 11. September von Bamberg kommend.

In einem eigenen Tagesordnungspunkt informierte der Bürgermeister zum Anschluss des Abwassernetzes an die Kläranlage Bamberg. Hier habe es verschiedene Gespräche gegeben, die Grundstücksgeschäfte seien abgeschlossen, so dass die Trasse gebaut werden könne. Im Mai wurde der Bau des Abwasserpumpwerks ausgeschrieben, der Auftrag für den Rohbau sei erteilt, im Herbst sei ein Spatenstich geplant - Bauzeit: neun Monate. Die Inbetriebnahme der Gesamtanlage sei für 2022 terminiert. Positiv: Der bauliche Teil des Pumpwerks sei mit 900 000 Euro kalkuliert gewesen, das Angebot der günstigsten Firma liege 100 000 Euro darunter.

Eher Kleinigkeiten standen beim Tagesordnungspunkt "Anfragen" auf der Agenda. Dabei ging es um fehlende Verkehrsschilder oder Baumschnitte, angesprochen wurde auch der WLAN-Hotspot im Rathaus, der bisher nicht realisiert wurde. Gemeinderat Helmut Wild begründet die Flut an Anfragen damit, dass in Kemmern seit Mai keine Sitzung mehr stattgefunden habe - in anderen Kommunen sei eine so lange Pause, trotz der Corona-Pandemie, nicht der Fall gewesen.

Interessant war noch ein E-Mail-Verkehr zwischen Gemeinderat Jochen Förtsch und dem neuen Geschäftsführer der Awo Bamberg, Matthias Kirsch. Förtsch hatte in einer E-Mail nach dem aktuellen Stand zum Mehrgenerationenprojekt gefragt und erhielt die Antwort, dass die Kindertagesstätte fix sei, dass beim Seniorenwohnen aber noch Details zu klären seien und ein Vorstandsbeschluss ausstehe. Auf Nachfrage habe der zuständige Architekt von einem momentanen Stopp gesprochen. Bürgermeister Gerst entgegnete, er gehe auch nach dem Weggang von Geschäftsführer Werner Dippold von Kontinuität aus und habe keine solchen Informationen.