David und Eugenie Wige feierten am Donnerstag im Kreis ihrer Familie die 50. Wiederkehr ihres Hochzeitstages im fernen Kasachstan. Von dort kamen sie 1992 zusammen mit dem jüngsten Sohn Vitali als Aussiedlerfamilie nach Lichtenfels. Die drei älteren Kinder Artur, Wilhelm und Helene zogen später nach. Die Familie lebte dort in Gorkunowo, einem kleinen Ort mit etwa hundert Häusern und zwei Straßenzügen. Die beiden Jubilare arbeiteten in einer Kolchose, er als Traktorist, Kraftfahrer und Schlosser, sie als Melkerin. "Im Sommer war in so einem großen landwirtschaftlichen Betrieb sehr viel Arbeit zu verrichten, während die langen Winter bitterkalt bei Temperaturen meist unter -20° C waren", erinnerte sich Eugenie Wige.


Hilfsbereite Dorfgemeinschaft

Am Obermain lebten sie sich schnell ein und David Wige fand auch bald eine Arbeit beim Autozulieferer Scherer & Trier, wo er noch acht Jahre bis zum Ruhestand tätig war. 1999 kaufte Sohn Vitali in Tiefenroth ein Haus, in dem er nun zusammen mit seiner Familie und den Eltern wohnt. "Wir fühlen uns in Tiefenroth sehr wohl und verstehen uns sehr gut mit den Dorfbewohnern, die sehr freundlich und hilfsbereit sind", betonte David Wige voller Dankbarkeit. Bei seinen regelmäßigen Spaziergängen begleite ihn auch des Öfteren ein Nachbar.
Das schönste Hobby von Eugenie Wige ist die Gartenarbeit. Da sie ein Gewächshaus hat, züchtet sie die Pflanzen meist selbst und kann Gemüse, Salat, Kartoffeln, Tomaten und Gurken frisch aus dem eigenen Garten ernten. Ihr Mann ist dagegen schon immer ein begeisterter Angler gewesen. Die Ehejubilare freuten sich sehr über den Besuch des Bürgermeisters Andreas Hügerich, der neben seinen persönlichen Glückwünschen mit einem Geschenk die Grüße der Stadt überbrachte.