Gleich zwei Bischöfe zelebrierten in der Basilika Vierzehnheiligen den Gottesdienst anlässlich der Priester-Jubilarehrung. Erzbischof Ludwig Schick hielt die Predigt, während Weihbischof Herwig Gössl im Namen der Jubilare dankte, zu denen er mit seiner 25-jährigen "Amtszeit" auch gehörte.
Die Priester aus der Diözese Bamberg feierten ihre Profess, die sie vor 25, 40, 50, 60 und 65 Jahren abgelegt hatten. In einer Prozession, angeführt vom Kirchenschweizer Daniel Reitz, schritten die weiß gekleideten Jubilare vom Kloster zum Hauptportal der Basilika, umrundeten das Kirchenoval und nahmen im Altarraum Platz.
"In der Atmosphäre des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, die das Volk Gottes leben lässt, die auch den Sinn des Lebens erschließt, die Freude am Leben gibt, die Gemeinschaft fördert und dem Bösen wehrt, danken wir für den langjährigen priesterlichen Dienst", so der Erzbischof in seiner Ansprache. Der priesterliche und auch bischöfliche Dienst sei kein Herausheben aus dem Volk Gottes, sondern tiefere Verwurzelung mit ihm. Die Priesterliche Berufung und der Dienst bestünden darin, das Gute, weiterzugeben, zu erhalten und auszubreiten.


Wie das Gute weitergegeben?

"Das tun wir durch die Feier der Sakramente, durch die Predigten, den Unterricht in den Schulen, zur Erstkommunion und Firmung; das tun wir im seelsorglichen Gespräch, beim Besuch der Kranken, der Feier der Trauungen und allen Aktivitäten, die zur Pastoral gehören", sagte Schick. Älteren Menschen könne man helfen, das Leben abzuschließen und getrost hinüberzugehen in eine andere Welt. Hinterbliebenen, Trauernden und Leidtragenden vermittele man Hoffnung und Kraft mit der Botschaft der Auferstehung und des immerwährenden Lebens.
"Wir Priester können nur Priesterjubiläen feiern, wenn ihr mit uns dankt für all das, was uns unser Glaube und unsere Kirche schenkt", wandte sich der Bamberger Erzbischof an die Gläubigen. Andreas Welz