Alexander Löffler

Nach der versuchten Vergewaltigung auf dem Landesgartenschaugelände am Donnerstag ist der Polizei nur einen Tag ein Fahndungserfolg gelungen.
Wie das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Coburg in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten, wurde ein 35-jähriger Deutscher festgenommen.
Die mit Hochdruck geführten Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Coburg nach einem Übergriff auf die 18-Jährige hätten demnach am Freitag gegen Mittag zur Festnahme des Tatverdächtigen geführt. Der Mann aus dem Landkreis Kronach befindet sich derzeit zu kriminalpolizeilichen Maßnahmen bei der Kripo in Coburg.
Die junge Frau war am Donnerstag kurz vor 8.15 Uhr im Landesgartenschau-Park im Bereich der Rhodter Straße von einem unbekannten Mann unvermittelt zu Boden gerissen und in ein Gebüsch gezerrt worden. Der Täter versuchte dort, die Frau zu entkleiden und verletzte sie dabei, nachdem sich die 18-Jährige zur Wehr gesetzt hatte. Eine Anwohnerin wurde auf die Hilfeschreie der jungen Frau aufmerksam, worauf der Unbekannte die Flucht in Richtung der Bundesstraße B 173 ergriff.
Fahndungsmaßnahmen nach dem Mann blieben zunächst ohne Ergebnis. Über am Tatort und auf dem Fluchtweg gesicherte Spuren geriet der jetzt festgenommene 35-jährige Deutsche aus dem Landkreis Kronach ins Visier der Ermittler. Am Freitag gegen Mittag gelang es den Kriminalbeamten, den Mann festzunehmen.
Noch am Freitag früh hatte Polizeisprecher Jürgen Stadter in einem Gespräch mit unserer Zeitung durchklingen lassen, dass der Täter Spuren hinterlassen hat: "Wenn ein Täter intensiven Kontakt mit dem Opfer hat, werden immer Spuren hinterlassen", sagte Stadter und verwies auf Fingerabdrücke oder auch DNA-Spuren. Letztere können beispielsweise in Form von Hautschuppen beispielsweise durch Kratzen zurückgelassen werden.
Die Staatsanwaltschaft Coburg wird nun Haftantrag gegen den dringend Tatverdächtigen stellen. Der Mann wird am Samstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt.