Zum Thema "Heimbewohner und Pflegekräfte":

Heimbewohner nicht allein gelassen. Nun ist es wieder so weit. Deutschland ist wieder im "harten Lockdown".

Warum sind z.B. in manchen Pflegeheimen Hotspots entstanden? Die Pflegekräfte sind 2020 gefordert, solche Hotspots zu verhindern, was größtenteils auch geschafft wurde.

Zu der umfangreichen Tätigkeit der Pflege und der Versorgung der Pflegeheimbewohner kommen in Zeiten von Corona noch Aufgaben, z.B. Planung der Besuche von Angehörigen und Betreuern. Leider kommt es bei den Besuchern oft zu Unmut, wenn das Pflegepersonal konsequent die Vorgaben der Regierung umsetzt, z.B. je Bewohner ein Besucher für eine Stunde pro Tag. Es sind ja in vielen Wohnheimen sehr viele Bewohner, und die Pflegekräfte müssen bei der Planung allen Bewohnern gerecht werden.

Keiner soll bezüglich der Besuche von Angehörigen benachteiligt werden. Das ist auch der Wunsch der Pflegekräfte. Leider werden auch oft Hintertürchen von Angehörigen gesucht, um doch noch ihre Angehörige zu sehen bzw. zu treffen.

Die Pflegekräfte stoßen hier oft an ihre Grenzen und fühlen sich von Vorgesetzten, Politikern und auch von kirchlichen Trägern der Pflegeheime alleine gelassen. Es wird nicht nach der Psyche der Pflegekräfte gefragt. Nicht "klatschen", "applaudieren" als Danke, sondern helfen und Verständnis zeigen in der jetzigen Situation der Pandemie, alle erdenklichen und geforderten Maßnahmen einzuhalten. Dies würde unseren Pflegekräften helfen, die Angehörigen/Bewohner intensiv betreuen zu können, was auch der Herzenswunsch ist, und nicht oft endlose Diskussionen über die geforderten Maßnahmen führen zu müssen. Unsere Pflegekräfte sind die Helden, wenn sie pflegen dürfen. Sie sind stolz darauf.

Irmgard Zilly, Steinsdorf