Das Expertenforum "Bizz Kraft" geht in die nächste Runde. Am Donnerstag, 12. April, um 19.30 Uhr sprechen Harald Biefel und Norbert Faller über "Vermögen: Optionen in der Niedrigzinsphase" in der Konzerthalle Bamberg. Beide Referenten arbeiten für Union Investment, Faller als Senior Manager, Biefel als Landesdirektor. Letzterer gibt im Interview einen Vorgeschmack auf den Abend, für den es auf www.bizz-kraft.de noch Karten im Vorverkauf gibt.

Worauf können sich die Zuhörer Ihres Vortrags freuen?
Harald Biefel: Allgemein gesagt werden wir versuchen, in diesen spannenden und sich schnell verändernden Zeiten einen Überblick über Anlageformen zu geben, die aus unserer Sicht zur aktuellen Situation passen. Durch unsere Arbeit bei Union Investment sind wir sehr tief im Thema - Union Investment ist ein Global Player, der begründet Informationen weitergibt und keine Kaffeesatzleserei betreibt. Wir möchten versuchen, in unserem Vortrag auf unterhaltsame Art und Weise eine Einordnung der aktuellen Situation an den Finanzmärkten zu schaffen.

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Effekte für Privatanleger?
Da fällt mir spontan das Thema Altersvorsorge ein. Früher, in Zeiten höherer Zinsen, konnte man sich ziemlich sicher sein, dass man ab einer gewissen gesparten Summe für das Alter ausgesorgt hat. Die Zins- und Zinsenzinseffekte haben dafür gesorgt, dass das Vermögen quasi automatisch gewachsen ist. Dieser Effekt wurde durch die Niedrigzinsphase weggewischt, den gibt es momentan schlicht und einfach nicht mehr. Deshalb muss sich die Mentalität der Menschen ändern, sie müssen sich noch mehr mit dem Thema Geldanlage beschäftigen, umdenken und schlaue Entscheidungen treffen.

Was würden Sie dahingehend empfehlen?
Wir brauchen eine neue Aktienkultur. Für die breite Masse der Privatanleger bieten sich sicherlich am Anfang keine einzelnen Aktien zur Anlage an, aber Fondsangebote, die durch ein seriöses Kapitalanlagenmanagement begleitet werden, sind eine sehr attraktive Möglichkeit. Auch wenn es immer heißt, dass der Aktienmarkt ausgereizt sei und sich ein Einstieg nicht mehr lohne - ein Einstieg lohnt sich immer, vor allen Dingen, wenn man eine ausgearbeitete Strategie dahinter legt. Dann kann man auch in Zeiten niedriger Zinsen einen Vermögensaufbau schaffen.

Welche Risiken sehen Sie für die Verbraucher?
Das Risiko ist immer, dass man Schnellschüsse macht, ohne sich davor ordentlich beraten zu lassen. Wir empfehlen, sich bei jeder Art von Kapitalanlagegeschäft Expertenmeinungen einzuholen und dann erst eine Entscheidung zu treffen. Privatanlegern empfehle ich außerdem, das Portfolio möglichst breit zu halten und nicht zu viel Risiko zu gehen.
Die Fragen stellte
Stefan Schuhmann