Die Stadt Erlangen hat ihren Schlachthof mit der stadteigenen GmbH an die Unifleisch-Gruppe verkauft. Damit sei die Basis geschaffen worden, dass langfristig auch weiterhin Schlachten und Zerlegen an diesem Standort erfolgen kann, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Die Stadt hat den Verkauf mit der Bedingung versehen, dass zum einen der Betrieb des Schlachthofs fortgesetzt wird, zum anderen dass die Metzger aus Stadt und Land den Schlachthof weiternutzen können - als kommunale Infrastruktureinrichtung.

Für die Stadt ergäben sich durch den Verkauf mehrere Vorteile: Ohne die Übernahme der Familie Härtl wäre in den nächsten Jahren auf die Stadt die Entscheidung zugekommen, aufgrund anstehender Investitionen den Betrieb des Schlachthofes einzustellen. Jetzt aber könne der seit Jahrzehnten auf diesem Areal bestehende Betrieb mit seinen vielen Beschäftigten fortgesetzt werden. Am Schlachthof arbeiten insgesamt 280 Personen, 16 davon gehören zu der stadteigenen GmbH.

"Das ist eine gute Nachricht für die Beschäftigten und für die örtlichen Metzger, aber auch für die Verbraucher", so Oberbürgermeister Florian Janik (SPD). Wirtschaftsreferent Konrad Beugel ergänzte: "Während in anderen Städten Schlachthöfe geschlossen wurden und werden - zuletzt in der Region in Lauf, ist es der Stadt Erlangen gelungen, mit den inhabergeführten Firmen der Familie Härtl eine Vereinbarung zu treffen, dass zum einen der Betrieb fortgesetzt wird und zum anderen die örtlichen Metzger den Schlachthof weiter nutzen können. Angesichts der aktuellen Überlegungen um lange Lieferketten und bessere Direktvermarktung kann es sich künftig als vorteilhaft erweisen, dass Erlangen seinen Schlachthof erhalten und die Basis für einen Fortbetrieb gelegt hat." red