Das Verschwinden von etwa 200 Briefwahlunterlagen im Zuge der Stichwahl um das Bürgermeisteramt am 29. März (wir berichteten) wird wohl für immer ungeklärt bleiben. Nach der Kriminalpolizei konnte auch die Staatsanwaltschaft nicht herausfinden, ob die Deutsche Post oder die Stadtverwaltung Bad Brückenau für die versäumte Zustellung der Briefe verantwortlich ist.

"Hinweise auf einen bewussten Wahlfälschungsversuch ergaben die Ermittlungen nicht", teilt Axel Weihprecht, leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Schweinfurt, mit. Das Verfahren sei mittlerweile eingestellt worden.

Deutlicher Wahlsieg

Zum Hintergrund: Wegen der Corona-Pandemie wurde die Stichwahl als Briefwahl abgehalten. Allerdings bekamen etwa 200 Wahlberechtigte ihre Stimmzettel nicht per Post zugeschickt. Von der Möglichkeit, die Unterlagen persönlich im Rathaus abzuholen, machten nur ungefähr 50 Bürger Ge brauch. Der Fall hatte überregional für Aufsehen gesorgt, denn die Stadt hatte noch vor der Wahl Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Den Ausgang der Wahl dürfte diese Unregelmäßigkeit allerdings nicht beeinflusst haben. Jochen Vogel (CSU) siegte mit 439 Stimmen mehr vor Dirk Stumpe von der PWG. uli