"Das 24-Stunden-Rennen war ein super Event und eine außergewöhnliche Erfahrung, die wir nie vergessen werden", lautete das Fazit nach einer gehörigen Portion Schlaf. Unmittelbar nach ihren Auftritten beim "Radmarathon" im oberösterreichischen Grieskirchen hatten die Haßberg-Sportler Thomas und Daniel Göpfert freilich noch die Strapazen in den Knochen gespürt. Immerhin saßen Vater und Sohn beim 24-Stunden-Rennen sehr lange im Sattel. Doch nach über 600 gefahrenen Kilometern hieß es erfolgreich: "Mission erfüllt."
Thomas Göpfert (54) ging als Einzelstarter auf den 21,5 Kilometer langen Rundkurs. Anders als bei einem üblichen Radrennen konnte er diesen innerhalb eines ganzen Tages so oft umrunden, wie er wollte, und seine Pausen so legen, wie es für ihn am Besten war. "Es hat sich von Beginn an super angefühlt, und ich hatte nur nach 18 Stunden ein kleines Tief, als die Nacht vorbei war", lacht der 54-jährige Oberthereser, der seit einigen Jahren in Oberhaid lebt. Zusammen mit Tobias Bailer (Mitglied des Team4RAAM, mit dem Göpfert 2019 an dem bekannten Radrennen durch die USA teilnimmt, dem "Race across America"), schaffte Göpfert senior in 23:55,32 Stunden 28 Runden, insgesamt 602 Kilometer. Diese Leistung brachte ihnen den zwölften Platz (von 46) in ihrer Altersklasse.
Derweil startete Sohn Daniel (23) zusammen mit dem Schweizer Patrick Eichenberger (Team4RAAM) als Zwei-Mann-Team, das jeweils nach drei Runden wechselte. "Gegen Ende handelten wir uns beide ein paar kleine Blessuren ein, fuhren aber trotzdem weiter", sagte Daniel Göpfert, der nach neun Runden "nicht mehr richtig sitzen" konnte. Nach insgesamt 279,5 Kilometern (die reine Fahrzeit betrug 10:40,45 Stunden) war für ihn Schluss.
"Selbst im Klappstuhl hatte ich Schmerzen", lacht der Haßfurter. Trotzdem knackte das Deutsch-Schweizer-Duo die 600-Kilometer-Marke, weil Eichenberger 15 Runden schaffte. Unter den 14 startenden Zwei-Mann-Teams standen sie nach ihrer gesamten Fahrzeit von 22:26,06 Stunden auf Platz 9. Für Daniel Göpfert, der erst vor zwei Jahren mit dem Radsport begonnen hat, sicherlich eine tolle Leistung. "Ein 24-Stunden-Rennen ist ja kein normales Rennen, wo man etwa eine Etappe mit 200 Kilometern absolvieren muss." Ausdauer und Konzentration stünden seiner Meinung nach an erster Stelle, wenn möglich, 24 Stunden lang. rn