Der geplante neue Steinbruch und die Nord-Ost-Spange waren einmal mehr die Schwerpunktthemen der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Staffelsteiner Bürger für Umwelt und Naturschutz (SBUN) in Fritz Müllers Fuchsenmühle.
Zuvor gingen die beiden SBUN-Stadträte Werner Freitag und Klaus Schnapp auf das Stadtratsgeschehen des vergangenen Jahres ein. Ausführlich wurde auch nochmal die Kontroverse zum Bebauungsplan "Am Stadtweg" in Unterzettlitz beleuchtet. "Mit etwas gutem Willen, wäre hier sicherlich ein für alle Seiten akzeptabler Kompromiss möglich gewesen", so Klaus Schnapp.
Weiterhin aktuell ist die Fortschreibung der Flächennutzungspläne im Stadtgebiet. Man war sich einig, dass diesbezüglich ein Umdenken einsetzen muss. Die Ausweisung immer neuer Baugebiete und das Konkurrenzdenken der Kommunen beschleunigt lediglich den immensen Flächenverbrauch, führt aber insgesamt nicht zu einem Bevölkerungszuwachs. Priorität muss die Innenentwicklung haben.
Zur Nord-Ost-Spange teile Werner Freitag mit, dass die Umstufung des Frankenringes zur Staatsstraße (zwischen dem Ebensfelder und dem Horsdorfer Kreisel) auch ohne NO-Spange zugesichert wurde. Damit ließen sich die Bamberger Straße und Lichtenfelser Straße zu Ortsstraßen abstufen und die Stadt hätte freie Hand zur Umgestaltung dieses Bereiches. Klaus Schnapp erinnerte an das aktuelle Verkehrsgutachten, wonach trotz NO-Spange ca. 80% des Verkehrs weiterhin im Marktplatzbereich verbleiben würden. Aus diesen Gründen sollte auf das rund vier Millionen teure Projekt verzichtet werden, Die SBUN werden dazu einen Antrag in den Stadtrat einbringen, versprach Werner Freitag.
Größtenteils auf Unverständnis stoßen weiterhin die Planungen zum Zangentor am Staffelberg. Während man sich noch mit den archäologischen Grabungen anfreunden konnte, lehnte die Versammlung die sog. Rekonstruktion ab. Trotz aller Beteuerungen wird ein Stück weit "Disneyland" befürchtet, da die wissenschaftliche Erkenntnis über derartige Toranlagen mit jedem Dezimeter Höhe stark abnimmt. Als Gast berichtete Silvia Messerer von den Planungen eines neuen Steinbruches im Bereich des Rotschemels zwischen Kümmersreuth und Wattendorf. Die vorgesehene 22 Hektar große Abbaufläche würde bis auf 350 Meter an die Ortschaft heran rücken. Gegen den Gesteinsabbau hat sich eine Bürgerinitiative mit dem Namen KÜRBISS gegründet. red