Betrifft "Chaos im Wald für die Seele", 3. Juli 2018, Titelseite:

Es ist schon erstaunlich, wie die Stadt Bad Kissingen das Projekt der Stiftung Bewusstseinswissenschaften in leider negativer Form unterstützt. Es mag hier in Kissingen Menschen geben, die diesen Ort der Erholung und den Wald für die Seele für Humbug betrachten. Solche Einrichtungen sind aber dafür geschaffen, die Grundidee "Pflanzen und Bäume so zu nutzen und zu gestalten, dass sie unterschiedliche Seelenerfahrungen für Menschen anstoßen". Davon gibt es in anderer Form in Deutschland und Europa genügend Beispiele.
Wenn ein solcher "Wald für die Seele" von der Stadt verpachtet wurde, dann hat sie auch jegliche Form von Veränderung dem Pächter mitzuteilen. Dies ist wohl so nicht der Fall gewesen. Deshalb ist auch die Stellungnahme in der Zeitung von Dr. Galuska mehr als gerechtfertigt. Ich habe mir selbst ein Bild gemacht und kann den zitierten Zustand bestätigen, und dass der Abriss einiger Bäume nicht notwendig gewesen wäre, hat mir ein Jäger gesagt. Ich sehe die Fehler im Forstamt. Auch im gesamten Waldbereich werden vom Schweizerhausweg bis Richtung Saline, Wetterstation, Ludwigsturm, aber auch in Reiterswiesen in den letzten Jahren sehr viele nicht nachvollziehbare Fällungen durchgeführt. Im Kurgarten macht man auch keinen Halt davor
Der Streit um das Projekt Wald und Seele geht schon seit 2017. Ob es eine kluge Entscheidung von der Stadt und den Räten ist, dem größten Arbeitgeber und Steuerzahler der Stadt so in den Rücken zu fallen, darf bezweifelt werden. Auch der Deutschen Rentenversicherung zeigte man bezüglich des Marine-Lazaretts kein Entgegenkommen. Der Stadt und den Stadträten muss für die Zukunft klar sein, dass solche unüberlegten Beschlüsse viele Arbeitsplätze und damit auch Steuereinnahmen kosten können.
Franz-Peter Potratzki,
Bad Kissingen