Dem diesjährigen Kirchweihfest in Altenkunstadt verliehen Begleiterscheinungen wie schon lange nicht mehr ihre Prägung. Während das Festgeschehen auf dem Marktplatz vollends abgesagt wurde, war nur in den örtlichen Gastwirtschaften etwas "Kirchweih-Normalität" zu verspüren.

Traditionsgemäß ist die "Kerwa" in Altenkunstadt mit vielen kulinarischen Köstlichkeiten verbunden, und viele genossen daher die Biergartenatmosphäre in den Wirtshäusern.Die äußeren Bedingungen waren angenehm, und viele vertraten die Auffassung, dass es in diesem Jahr ein "Kirchweih-Wetter" gegeben hätte, wie schon lange nicht mehr.

Daher konnte nach der Vorabendmesse auch der Kirchweihgottesdienst am Sonntag im Freien, in der Umgebung des Pfarr- und Jugendheims, gefeiert werden, nachdem in der Katholischen Pfarrkirche die Renovierungsarbeiten noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Pater Kosma erinnerte am Weihetag des Gotteshauses daran, dass unter Kirche nicht nur ein Bau aus Steinen verstanden werden sollte, sondern "Kirche" die gesamte Christengemeinde sei. Bei seiner Predigt ging er dann auf das Gleichnis vom Sämann ein und verglich dabei den priesterlichen Dienst mit der Tätigkeit eines derartigen Sämanns, der gleichsam das Evangelium verkündet und Gottes Wort ausstreut, damit es auf einen guten Boden fällt und eine reiche Frucht bringt. Deshalb sollten alle nicht der Habsucht oder Geldgier verfallen, sondern vielmehr der Herzen für die frohe Botschaft und dafür sorgen, dass sich das Wort Gottes entfalten kann.

Nach der Eucharistiefeier nahm der Gottesdienst seinen Ausklang, wobei es nochmals die Altenkunstadter Musikanten unter der Leitung von Bastian Zapf waren, die diesem Ereignis doch noch etwas von der ansonsten gewohnten Kirchweihstimmung vermitteln konnten, die alle in diesem Jahr in der Gemeinde Altenkunstadt und weit darüber hinaus so schmerzlich vermisst hatten. Die Bläser hatten den Gottesdienst auch zum Anlass genommen, sich der verstorbenen Mitglieder des Vereins zu erinnern.